Ehemaliger Petrobras-Direktor wegen Korruption verurteilt
Ein ehemaliger Einkaufsdirektor des brasilianischen Ölkonzerns Petrobras ist wegen Veruntreuung und Geldwäsche zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Paulo Costa erhielt gestern ein reduziertes Strafmaß, weil er sich bereiterklärt hatte, als Zeuge in dem milliardenschweren Korruptionsskandal auszusagen.
Costa und weitere fünf Angeklagte wurden schuldig befunden, bei dem Bau einer Raffinerie in Pernambuco einen unberechtigten Kostenanstieg von anfänglich 2,5 Milliarden Reais (750 Mio. Euro) auf über 20 Milliarden Reais (sechs Mrd. Euro) zur eigenen Bereicherung organisiert zu haben.
Der staatlich kontrollierte Konzern soll zwischen 2004 und 2012 illegal auch Gelder an prominente Politiker der Regierungskoalition abgegeben haben. Drei ehemalige Abgeordnete sowie der Schatzmeister der Arbeiterpartei (PT) der Staatschefin Dilma Rousseff befinden sich aufgrund der Aussagen Costas in Haft.