Emotionaler Bericht zu Syrien-Giftgasvideo bewegt UNO

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Ein Opfer hat Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates eindringlich über sein Leiden bei einem mutmaßlichen Chlorgasangriff in Syrien berichtet. Auch Videos wurden gezeigt.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen (UNO), Samantha Power, sagte nach der Sitzung gestern, die Mitglieder des Gremiums seien „sichtlich bewegt“ gewesen. „Wenn es Augen gab, die trocken blieben, habe ich sie nicht gesehen“, berichtete die US-Diplomatin.

Opfer und Ärzte berichteten

Die nicht öffentliche Sitzung fand auf US-Initiative statt. Der Zeuge und auch zwei syrische Ärzte, die Opfer behandelten, sprachen anschließend mit Journalisten. Kusai Sakarja sagte, er sei 2013 Opfer eines Angriffs geworden.

Hubschrauber der Regierung hätten an einem Tag während des Morgengebets Behälter mit Saringas abgeworfen. „Ich konnte nicht mehr atmen, mein Brustkorb schmerzte, meine Augen brannten“, sagte Sakarja. „Ich musste mir wiederholt auf den Brustkorb schlagen, um überhaupt Luft zu bekommen.“

Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen

Krankenhausarzt Mohammed Tennari bestätigte, dass Atemnot und Erbrechen zu den Symptomen einer Chlorgasvergiftung gehören. „Hier sterben jeden Tag Menschen wegen Raketen und Fassbomben und nun durch Giftstoffe. Unser Appell an die internationale Gemeinschaft lautet: Bitte stoppt das Töten in Syrien!“

US-Botschafterin Power forderte nach der Sitzung, der UNO-Sicherheitsrat solle die Schuldigen der Chemiewaffenangriffe finden und zur Rechenschaft ziehen.