Heiße Themen in Barcelona
Auf der Handymesse in Barcelona geht es nicht nur um neue Handys. Heuer werden auch Themen wie die jüngste US-Entscheidung zur Netzneutralität, die nächste Mobilfunkgeneration, Smartwatches und Facebook die Gespräche an den Ständen prägen.
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Während die Handyhersteller die Messe naturgemäß vor allem für die Vorstellung ihrer neuesten Geräte nutzen, ist der Mobile World Congress Treffpunkt für Diskussionen rund um die Welt der Handys. Eines der dominierenden Themen wird heuer wohl die Entscheidung der US-Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) sein, bezahlten Überholspuren im Internet einen Riegel vorzuschieben. FCC-Chef Tom Wheeler hält eine der Keynotes auf dem Mobile World Congress.
Schon seit Jahren beschweren sich die Mobilfunkbetreiber, dass Internetfirmen wie Amazon, Facebook und Google im Netz die großen Geschäfte machen, während sie selbst bei sinkenden Gewinnen für den stetig anwachsenden Datenverkehr immer mehr in die Netze investieren müssen. Sie fordern eine Beteiligung und wollen etwa für die Priorisierung von Datenverkehr zusätzlich Geld verlangen dürfen. Kritiker halten entgegen, dass das Netz für alle Nutzer und Anbieter gleiche Rechte und Chancen bieten sollte.
Zuckerberg hält Keynote
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wird heuer zum zweiten Mal zur Handymesse kommen und ebenfalls eine Keynote dort halten. Bei seinem ersten Besuch machte Zuckerberg vor allem Werbung für sein Projekt Internet.org, mit dem er kostengünstiges Internet selbst in entlegene Regionen auf der Welt bringen will.
Dabei setzt Zuckerberg auf Kooperationen mit Mobilfunkbetreibern, die ihrerseits vor allem als reine Netzbetreiber dienen sollen, während Facebook mit Werbung Geld verdient - und gleichzeitig immer öfter von vielen Nutzern als einziger Einstiegspunkt in das Internet wahrgenommen wird. Zuckerberg wird sich wohl auch heuer wieder mit Konzernchefs aus der Telekombranche zu dem Thema treffen.
Smartwatches und Internet der Dinge
Neben politischen Themen und Handys sind heuer auch tragbare Fitnessgeräte, das Internet der Dinge und die nächste Mobilfunkgeneration 5G im Fokus der Aufmerksamkeit. Kurz vor dem Verkaufsstart der Apple-Uhr werden auch in Barcelona noch einige Hersteller neue Wearables wie Smartwatches und auch Fitnessbänder vorstellen.
Sie sollen im Internet der Dinge mit allen möglichen und auch unerwarteten Geräten vernetzt werden, damit möglichst viele Daten ausgetauscht werden - nicht immer zum ausschließlichen Vorteil des Benutzers. Firmen wie Apple und Google erhoffen sich aus diesen Daten neue Geschäfte, Datenschützer warnen vor dem gläsernen Nutzer.
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