Kurden starten Offensive gegen IS-Miliz in Syrien

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Kurdische Kämpfer haben nach eigenen Angaben eine Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gestartet. Die von den USA geführte internationale Militärallianz zur Bekämpfung des IS unterstütze den Einsatz mit Luftangriffen, sagte der Kurdenvertreter Nassir Hadsch Mansur gestern der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefonat.

Ziel sei die Einnahme von Tal Hamis. Der Ort sei eine Hochburg der Islamisten. Er liegt in der nordöstlichen Provinz Hassaka. Diese ist strategisch wichtig, denn sie grenzt an Gebiete, die der IS im benachbarten Irak kontrolliert. Kurdische Streitkräfte seien bis auf fünf Kilometer auf Tal Hamis vorgerückt, sagte Mansur. 23 Bauernhöfe und Dörfer seien befreit worden. 20 IS-Kämpfer seien gefallen.

IS stärker unter Druck

Der IS hatte im vergangenen Jahr ein grenzüberschreitendes „Kalifat“ im Irak und Syrien ausgerufen. In Syrien geriet er zuletzt verstärkt unter Druck, nachdem die kurdische YPG-Miliz mit Hilfe von Luftschlägen der USA und deren Verbündeten die Islamisten aus der Stadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) verdrängt hatte.

Anschließend gingen kurdische Kämpfer mit Unterstützung anderer bewaffneter syrischer Gruppen gegen den IS auch in anderen Landesteilen vor. Gleichzeitig eroberten syrische Regierungstruppen vom IS gehaltene Gebiete zurück.

IS in Libyen bekennt sich zu Anschlag auf iranische Botschaft

Ein libyscher Ableger des IS bekannte sich zu einem Bombenanschlag auf die iranische Botschaft in der Hauptstadt Tripolis. Bei der Explosion gestern entstand nur geringer Sachschaden, verletzt wurde niemand, wie Sicherheitskräfte berichteten.

Zum Zeitpunkt der Detonation habe sich auch niemand im Botschaftsgebäude befunden. Zu der Tat bekannte sich auf einer Dschihadistenwebsite eine Gruppe namens Islamischer Staat in der Region Tripolis.