Trompetenlegende Clark Terry 94-jährig gestorben
Der legendäre Jazztrompeter Clark Terry, einer der letzten Vertreter der Swing-Ära, ist tot. Er starb nach längerem Spitalsaufenthalt im Alter von 94 Jahren an den Folgen einer langjährigen Diabetes-Erkrankung, wie seine Witwe Gwen Terry gestern mitteilte. Terry sei „im Frieden gegangen, umgeben von seiner Familie, seinen Schülern und Freunden“.
In seiner annähernd 60-jährigen Karriere gab es kaum einen der großen Namen des Jazz, mit dem Terry nicht zusammengearbeitet hätte. Obwohl selbst ein Vertreter der „Goldenen Swing-Ära“ zeichnete er sich dabei stets durch Aufgeschlossenheit gegenüber Neuerungen im Jazz aus. Er spielte so nicht nur mit Bigband-Leadern wie Duke Ellington und Count Basie, sondern auch mit Neuerern wie Thelonious Monk und Vertretern anderer Musikstile, etwa Soulsängerin Aretha Franklin.
Terrys Erbe umfasst nicht nur unzählige auf Tonträgern verewigte Trompetensoli, bei denen er stets melodische Substanz vor Effekthascherei stellte - und seinen zum Markenzeichen gewordenen „murmelnden“ Vocalese-Gesangsstil, dem er auch seinen Spitznamen „Mumbles“ verdankte. Darüber hinaus war Terry bis ins hohe Alter einer der maßgeblichsten und selbstlosesten Förderer junger Talente im Jazz.