Kosovo zeigt Verständnis für österreichische Inserate

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat im Kosovo Unterstützung für ihre Kampagne gegen den Flüchtlingsstrom aus der ehemaligen serbischen Provinz nach Österreich erfahren.

Premier Isa Mustafa sagte bei einer Pressekonferenz nach einem Gespräch mit der Innenministerin in Prishtina, das Kosovo sei ein stabiles Land, das Sicherheit anbiete.

Daher sei er auch einverstanden damit, dass das Innenressort Inserate in lokalen Medien schalte, laut denen eine Flucht nach Österreich sinnlos sei. Die erste Schaltung erschien heute pünktlich zum Kosovo-Besuch der Ministerin, in dessen Rahmen sie auch mit Präsidentin Atifete Jahjaga zusammentraf.

„Kein Asyl in Österreich“-Annoncen

Insgesamt werden in den beiden größten Zeitungen des Landes 15 Inserate geschaltet, in denen vor den Versprechen von Schleppern gewarnt wird und in denen klargestellt wird, dass es bei Asylanträgen weder Arbeitsmarktzugang gibt noch Heimkehrprämien bezahlt werden. Die Kosten für die Kampagne beziffert das Innenministerium mit knapp 7.000 Euro.

Mikl-Leitner war vor der lokalen Presse zudem bemüht, ihre in Österreich bereits bekannten Botschaften auch im Kosovo unters Volks zu bringen. Sie warne davor, Schleppern Glauben zu schenken. Diese hätten nur ein Ziel, und das sei, sich zu bereichern.

Mustafa will weitere Auswanderung stoppen

Ähnlich klangen insgesamt die Worte Mustafas, der immer wieder betonte, dass die Menschen das Land nicht verlassen dürften und es auch falsch sei, wenn sie ihre Kinder aus den Schulen nähmen, um in einem anderen Land ihr Glück zu versuchen.

Der Premier versicherte, dass seine Regierung ihre Bestes geben werde, dass es nicht zu einer weiteren Auswanderung komme. Freilich nahm Mustafa da auch Österreich und die EU in die Pflicht. Dieses müssten helfen, dass sich die Bedingungen im Kosovo verbessern.