Frontex will Zurückschicken von Flüchtlingen stoppen
Der neue Direktor der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, Fabrice Leggeri, will das Zurückdrängen von Flüchtlingen aufs Meer oder hinter Grenzzäune nicht länger tolerieren. Im Interview mit der deutschen „Zeit“ sagte Leggeri, dass diese „Push-back-Aktionen“ an Europas Grenzen illegal seien.
Verstoß gegen Menschenrechte
„Push-back-Aktionen verstoßen gegen internationales Recht und gegen die Menschenrechte. Solche Aktionen darf es in Zukunft nicht geben und wird es nicht geben. Das werde ich nicht dulden“, sagte Leggeri.
Gegen Menschenhändler und Schmuggler
Menschenrechtsorganisationen werfen vor allem der griechischen Küstenwache vor, immer wieder Flüchtlinge in völlig überfüllten Booten auf das Meer oder hinter die Grenzzäune zurückzudrängen.
Leggeri steht seit Jänner an der Spitze von Frontex. Er betonte, Frontex sei keine Abschottungsorganisation, sondern ein Bollwerk gegen Menschenhändler und Schmuggler. „Wir schützen den Schengen-Raum vor Kriminellen“, sagte er der „Zeit“.