Italien drängt auf Ausbau der Frontex-Mission „Triton“
Italien drängt auf eine Ausdehnung des von der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordinierten Mittelmeer-Einsatzes „Triton“. Wenige Stunden Seefahrt von Italien entfernt liege mit Libyen ein zugrunde gegangener Staat, aus dem 2014 145.000 Migranten abgefahren seien, sagte der italienische Außenminister Paolo Gentiloni.
„Die Flüchtlingsfrage ist nicht nur eine Problematik Italiens oder Griechenlands, sondern der gesamten Union. Der ,Triton‘-Einsatz muss gestärkt werden“, so Gentiloni in einem Interview mit Radio 24 heute.
Italien will schärfere Sicherheitsmaßnahmen
Gentiloni bestätigte, dass die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi bei der nächsten Ministerratssitzung ein Anti-Terrorismus-Paket mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen verabschieden wolle. Das Kabinett sei gegen eine Aufhebung des Schengen-Vertrags.
Italien dränge aber auf ein innereuropäisches Fluggastdatenabkommen (PNR). Damit sollen Fluggesellschaften dazu verpflichtet werden, Datensätze ihrer Fluggäste, die in die EU ein-oder ausreisen, an zentrale Stellen in den Mitgliedsstaaten weiterzuleiten.