UNESCO besorgt über Bücherverbrennungen durch IS

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Die UNO-Kulturorganisation UNESCO hat sich „äußerst besorgt“ über Berichte geäußert, wonach die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) im Irak Tausende Bücher aus Museen, Bibliotheken und Universitäten verbrannt haben soll.

Sollten diese Bücherverbrennungen in der nordirakischen Großstadt Mossul bestätigt werden, wäre das „eine weitere Etappe in der kulturellen Säuberung der Regionen unter Kontrolle bewaffneter Extremistengruppen im Irak“ und eine der „größten absichtlichen Zerstörungen“ von Büchern in der Menschheitsgeschichte, sagte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova gestern.

„Auslöschung kultureller Vielfalt“ als Ziel

Bokova zufolge liegen übereinstimmende Berichte vor, wonach mehrere tausend Bücher über Philosophie, Recht, Wissenschaft und Poesie in den vergangenen Wochen verbannt wurden. Bokova zog einen Vergleich zur Zerstörung alter Manuskripte in der malischen Wüstenstadt Timbuktu durch Dschihadisten.

„Diese Gewalt zeugt von einem fanatischen Projekt, das auf das Leben der Menschen sowie alle Produkte der Gedanken zielt“, sagte Bokova. Ebenso wie die Verfolgung der Minderheiten ziele die Bücherverbrennung auf die Auslöschung der kulturellen Vielfalt, welche „die Seele des irakischen Volkes“ sei.