40 Prozent sehen Österreich durch Islamismus bedroht
Für 40 Prozent der Österreicher stellt der radikale Islamismus eine Bedrohung für das Land dar, wie aus dem aktuellen Demokratiemonitoring der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) hervor, das gestern Abend präsentiert wurde. Laut der unmittelbar vor den Terroranschlägen von Paris durchgeführten Umfrage sahen 48 Prozent keine Bedrohung, zwölf Prozent machten keine Angabe.
Inwieweit die Ereignisse von Paris das Meinungsbild beeinflusst haben, darüber kann laut SWS-Geschäftsführer Marc Bittner nur spekuliert werden. „Zu erwarten ist ein deutlicher Anstieg unmittelbar nach einem solchen Vorfall. Mit der Zeit dürfte das Bedrohungsempfinden aber wieder sinken“, so Bittner. Erst eine Folgeuntersuchung könne zeigen, ob das tatsächlich eintrifft.
Mehrheit für Arbeitserlaubnis für Asylwerber
Nach der Integration und dem Zusammenleben von Österreichern und Zuwanderern gefragt, gab der Großteil (52 Prozent) an, das funktioniere „teils/teils“. Nur sechs Prozent glauben, die Integration funktioniert „sehr gut“ bis „gut“. Mit 39 Prozent ist ein relativ großer Anteil der Meinung, dass Integration und Zusammenleben „eher schlecht“ bis „ganz schlecht“ funktionieren.
Zum ersten Mal wurde für das Demokratiemonitoring auch nach einer Arbeitserlaubnis für Asylwerber gefragt. 60 Prozent der Befragten sind dafür, dass Asylwerber während ihres Verfahrens arbeiten dürfen, nicht einmal ein Viertel ist gegen eine solche Regelung.