Türkei will sich an Gasprom-Pipeline beteiligen
Der türkische Staat will sich an der vom russischen Gasprom-Konzern geplanten Gaspipeline mit dem Arbeitsnamen „Turkish Stream“ beteiligen, auch finanziell, wie der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci in einem Interview mit dem „WirtschaftsBlatt“ (Dienstag-Ausgabe) betonte.
Gasprom präsentierte vor kurzem „Turkish Stream“ als Alternativprojekt zur „South Stream“-Pipeline, gegen die es massiven Widerstand seitens der EU gegeben hatte und die dann vom russischen Präsidenten Wladimir Putin für tot erklärt wurde.
Die Türkei sei auch mit 30 Prozent am Pipelineprojekt TANAP („Transanatolische Pipeline“) beteiligt, gemeinsam mit Aserbaidschan und westlichen Ölkonzernen, sagte Zeybekci. Auch der Iran werde die Türkei als Transitland brauchen, um sein Erdgas nach Europa zu liefern.