Prozessauftakt gegen mutmaßlichen Silk-Road-Gründer
Der mutmaßliche Drahtzieher des illegalen Onlinehandelsplatzes Silk Road muss sich seit gestern vor einem US-Bundesgericht in New York verantworten. Der Prozess gegen den 30-jährigen Ross William Ulbricht, der unter dem Pseudonym „Dread Pirate Roberts“ den Drogenumschlagplatz im Internet betrieben haben soll, begann mit der Auswahl der Geschworenen. Ein Urteil wird in vier bis sechs Wochen erwartet.
Neben Drogen konnten Internetnutzer auf Silk Road auch Waffen und gefälschte Ausweise kaufen sowie Auftragsmörder anheuern. Ulbricht plädierte auf nicht schuldig.
Die Bundespolizei FBI und die Drogenbehörde DEA hatten mehr als zweieinhalb Jahre nach „Dread Pirate Roberts“ gesucht. Die Ermittlungen waren schwierig, weil Silk Road über verschlüsselte Internetverbindungen lief. Die Transaktionen wurden anonym über die Digitalwährung Bitcoin abgewickelt. Die Seite, eine Art eBay für illegale Güter, hatte Hunderttausende Nutzer rund um die Welt. Im Oktober 2013 nahm das FBI Ulbricht dann in einer Bibliothek in San Francisco fest.