Maduro verkündet neuen Milliardendeal
China greift dem stark unter dem Ölpreisverfall leidenden Venezuela finanziell unter die Arme. Bei seinem Besuch in China seien Abkommen über Investitionen im Wert von mehr als 20 Milliarden Dollar (17 Mrd. Euro) unterzeichnet worden, sagte der venezolanische Präsident Nicolas Maduro am Donnerstag nach einem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Maduro machte keine Angaben dazu, ob die Summe neue Kredite beinhaltet. China hat Venezuela bereits langfristige Kredite in Höhe von 42 Milliarden Dollar (35 Mrd. Euro) gewährt. Der chinesische Staatschef äußerte sich nicht zu den Investitionen, sondern kündigte lediglich eine „stärkere Kooperation in allen Bereichen“ mit Caracas an.
Agenturberichten zufolge wurde eine Reihe von gemeinsamen Projekten vereinbart. Genannt wurde unter anderem der Ausbau des Breitbandnetzes und der Computerproduktion in Venezuela. Zudem soll die Zusammenarbeit bei der Ölförderung verstärkt werden.
Nach USA größter Ölabnehmer
China ist ein strategischer Verbündeter Venezuelas, seitdem Maduros Vorgänger Hugo Chavez 1999 an die Macht kam. Die Volksrepublik ist wichtigster Investor und zweitwichtigster Ölabnehmer nach den USA. Derzeit führt China im Schnitt 640.000 Barrel venezolanischen Öls pro Tag ein, in den nächsten Jahren soll die Menge auf eine Million Barrel pro Tag steigen.
Venezuela steckt in der Rezession. Die Inflation ist astronomisch hoch, Ende 2014 lag sie bei 64 Prozent im Jahresvergleich. Fast ein Drittel der Produkte des täglichen Bedarfs ist knapp. Nach Angaben von Analysten steht das Land am Rande der Zahlungsunfähigkeit. Die Situation verschlechtert sich nach ihrer Einschätzung von Tag zu Tag, obwohl das Land vermutlich über die größten Erdölreserven der Welt verfügt. Mit dem sinkenden Ölpreis gehen dem Land wertvolle Einnahmen verloren.
Links: