Suche nach acht Seeleuten eingestellt
Nach dem Kentern eines Frachters der Hamburger Reederei Brise vor der Küste Schottlands wird der Tod von acht Besatzungsmitgliedern befürchtet. Die Suche nach den sieben Seeleuten aus Polen und einem Mann von den Philippinen mit Schiffen und Hubschraubern wurde am Sonntagabend eingestellt.
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Das 83 Meter lange Schiff war mit 2.000 Tonnen Zement aus Dänemark beladen und auf dem Weg nach Runcorn bei Liverpool, an der britischen Westküste. Ein Notrufsignal hatten die Männer nicht abgesetzt, wie die Reederei mitteilte.
Die Besatzung einer Passagierfähre hatte am Samstag den Rumpf des Frachters 24 Kilometer nordöstlich der schottischen Hafenstadt Wick umgedreht im Wasser entdeckt. Am Sonntag versank das Schiff und war nicht mehr zu sehen. Wann der Frachter genau gekentert war, blieb zunächst unklar.
„Es geschah sehr schnell“
Die sofort eingeleitete Rettungsaktion wurde durch schlechtes Wetter behindert. Am Sonntagabend wurde diese schließlich aufgegeben. Bereits vor Abbruch der Suche hatte Susan Todd von der britischen Küstenwache in der BBC die Chancen als gering eingeschätzt, die Besatzung der in Zypern registrierten „Cemfjord“ noch lebend zu finden. Alle Schiffe in dem Seegebiet seien aber aufgefordert worden, weiterhin Ausschau zu halten.
Das in Zypern registrierte Schiff „Cemfjord“ gehört zur Flotte der Hamburger Reederei Brise, die von einem „schweren Zwischenfall“ sprach. „Was immer auch geschah, es geschah sehr schnell“, sagte Bill Farquhar von den Rettungskräften der BBC.
Unglücksursache unklar
„Wir danken allen Rettungskräften, die nach den Seeleuten und nach Spuren des Schiffs gesucht haben“, sagte der Sprecher des Unternehmens in Großbritannien, Tony Redding, am Montag dem „Hamburger Abendblatt“.
Die Unglücksursache war am Montag weiter unklar. Der Reederei zufolge war die „Cemfjord“ 1984 gebaut worden und erst 2014 ohne Beanstandungen inspiziert worden. Redding sagte, es werde noch eine ganze Weile dauern, die Ursache zu ergründen. Bisher stehe lediglich fest, dass das Wetter zum Zeitpunkt des Unglücks schlecht gewesen ist.
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