Heimische Arbeitskosten steigen stärker als EU-Schnitt
Die Arbeitskosten in Österreich sind heuer im zweiten Quartal deutlich stärker gestiegen als im EU-Schnitt. Die Kosten pro geleistete Arbeitsstunde lagen um 3,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, geht aus einer heute veröffentlichten Statistik des deutschen Statistikamts in Wiesbaden hervor.
In der EU stiegen die Arbeitskosten im selben Zeitraum nur um 1,2 Prozent. Auch Deutschland blieb mit 1,9 Prozent unter dem Niveau Österreichs. Die höchsten Wachstumsraten wiesen Estland (plus 7,3 Prozent) und die Slowakei (plus 6,0 Prozent) auf, während in Zypern (minus 3,9 Prozent), Griechenland (minus 1,2 Prozent) und Irland (minus 0,4 Prozent) die Arbeitskosten rückläufig waren.
Die Arbeitskosten setzen sich aus Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten zusammen. Für das dritte Quartal liegen laut deutschem Statistikamt noch keine europäischen Vergleichszahlen vor.