UNO verlängert EUFOR-Mission in Bosnien
Der UNO-Sicherheitsrat hat die EU-Militärmission EUFOR in Bosnien-Herzegowina um ein Jahr verlängert. Die entsprechende Resolution wurde mit der Zustimmung von 14 Mitgliedern des Gremiums angenommen, einzig Russland enthielt sich bei dem Votum.
Die EUFOR Althea ist die älteste EU-Militärmission. Der Einsatz in Bosnien wurde im Jahr 2004 gestartet, als die EU den Stabilisierungseinsatz in dem Land von einer NATO-geführten Mission übernahm. Diese war nach den Balkan-Kriegen zur Sicherung des Friedensprozesses ins Leben gerufen worden.
Russlands UNO-Botschafter Witali Tschurkin sagte in New York, die internationale Präsenz könne durchaus als ein „Instrument betrachtet werden, um die Integration des Landes in die EU und die NATO zu beschleunigen“. Bosnien in diese Richtung zu „drücken“ sei „schlicht inakzeptabel“. Die UNO-Vertreter der USA, Frankreichs und Großbritanniens bedauerten die Haltung Russlands. Es war das erste Mal, dass die Verlängerung des Einsatzes nicht einstimmig beschlossen wurde.