AI fordert „wirksame Maßnahmen“ gegen Abdullah-Zentrum
Der Generalsekretär von Amnesty International (AI) Österreich, Heinz Patzelt, hat nach den umstrittenen Aussagen der Vizegeneralsekretärin des Abdullah-Zentrums, Claudia Bandion-Ortner, heute gegenüber der APA „wirksame Maßnahmen“ gegen das Institut gefordert.
Ein Zentrum, das zulasse, dass sich seine Spitzenvertreterin in Österreich „dermaßen verharmlosend zu schwersten Menschenrechtsverletzungen im Bereich der Todesstrafe und Frauendiskriminierung“ äußere, verliere damit jegliche Legitimation, zu einer besseren und menschenrechtskonformeren Welt beizutragen, so Patzelt.
„Jedenfalls ist von der österreichischen Bundesregierung jegliche rechtliche Privilegierung dieses Vereins zu beenden“, forderte der Amnesty-Vertreter weiter. „Wenn es noch eine Steigerung der menschenrechtlichen Barbarei Todesstrafe gibt, dann ist es die öffentliche Zurschaustellung und Demütigung der Opfer vor der versammelten Bevölkerung. Genau das wird in Saudi-Arabien insbesondere nach dem Freitagsgebet bis zum Exzess getrieben“, so Patzelt weiter. Nach Angaben von Amnesty International wurden in Saudi-Arabien 2013 mindestens 79 Todesurteile vollstreckt. 2014 wurden bisher 60 Menschen hingerichtet.