Matera in Süditalien Europas Kulturhauptstadt 2019
Die süditalienische Stadt Matera wird neben Plowdiw in Bulgarien Europas Kulturhauptstadt 2019. Die 60.000-Einwohner-Stadt setzte sich bei der italienischen Endauswahl gegen Cagliari, Perugia und Assisi, Siena, Lecce und Ravenna durch.
Die Kulturhauptstadt Europas ist eine Initiative der Europäischen Union. Jedes Jahr werden zwei Kulturhauptstädte ernannt - eine aus den alten EU-Staaten (2019: Italien) und eine aus den neuen (2019: Bulgarien). In den Kulturhauptstädten finden in dem jeweiligen Jahr zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Aktionen statt.
Grottenwohnungen als Weltkulturerbe
„Die Kraft der Innovation unserer Projekte hat gesiegt. Für uns und für ganz Süditalien ist diese Designierung besonders wichtig“, so der Bürgermeister von Matera, Salvatore Adduce. Gewählt wurde die Stadt von einer internationalen Jury.
Matera ist eine Überraschung für viele ausländische Besucher. Bekannt ist die Altstadt, die zum Teil aus Höhlensiedlungen, den seit 1993 zum UNESCO-Welterbe gehörenden Sassi, besteht. Materas terrassenförmig ansteigende Grottenwohnungen, die seit der Spätantike aus dem weichen Kalktuff herausmodelliert wurden, verleihen der vermutlich ältesten Stadt in Süditalien surrealistische Züge.