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„Fehler gemacht“

Die Betreibergesellschaft des Krankenhauses im US-Bundesstaat Texas, in dem sich zwei Krankenschwestern mit Ebola infizierten, hat sich für die Behandlungspannen entschuldigt.

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Beim Umgang mit dem Ebola-Patienten Thomas Eric Duncan seien „trotz unserer besten Absichten und eines hochqualifizierten medizinischen Teams“ Fehler gemacht worden, räumte Daniel Varga, Vorstandsmitglied von Texas Health Resources, bei einer Anhörung im US-Kongress ein.

Duncan hatte sich in seiner Heimat Liberia mit Ebola angesteckt. Die Krankheit brach aber erst aus, nachdem er zu einem Familienbesuch nach Texas gereist war. Als er Ende September mit Ebola-Symptomen das Krankenhaus Texas Health Presbyterian in Dallas aufsuchte, schickten ihn die Ärzte zunächst wieder nach Hause. „Wir haben seine Symptome nicht korrekt diagnostiziert“, erklärte Varga. „Es tut uns zutiefst leid.“ Vor einer Woche starb Duncan an dem Virus.

Genaue Umstände weiter nicht bekannt

Zwei Krankenschwestern, die den Liberianer pflegten, wurden in den vergangenen Tagen positiv auf Ebola getestet. Laut der Erklärung Vargas sind die genauen Umstände der Übertragung noch immer nicht bekannt.

Der Berufsverband der US-Krankenpfleger National Nurses United (NNU) wirft der Klinik vor, auf einen Ebola-Fall nicht vorbereitet gewesen zu sein. Die Schutzkleidung sei unzureichend gewesen, eine Schulung der Mitarbeiter habe nicht stattgefunden. Außerdem beklagte der Verband, dass die US-Seuchenkontrollbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) keine klaren Vorschriften für den Umgang mit Ebola-Patienten erlassen habe.

Ebola wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. An dem Virus starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher fast 4500 Menschen, besonders betroffen sind die westafrikanischen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Inlandsflug trotz Bedenken erlaubt

Für Kritik sorgte in den USA weiter, dass eine der beiden mit Ebola infizierten Krankenschwestern am Tag vor ihrer Diagnose mit einem Passagierflugzeug reiste. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie erhöhte Körpertemperatur - ein mögliches Zeichen für die Krankheit. Der Fernsehsender NBC berichtete, dass die 29-Jährige bei der CDC nachgefragt habe, ob sie den Inlandsflug von Cleveland nach Dallas trotzdem nehmen dürfe. Ein Mitarbeiter der Behörde habe ihr das erlaubt.

CDC-Chef Tom Frieden hatte das Risiko für die rund 130 Passagiere an Bord der Maschine am Mittwoch als „äußerst gering“ bezeichnet. Die Behörde kündigte aber an, alle Fluggäste zu kontaktieren. Dem Fernsehsender CNN zufolge schickte die Fluglinie Frontier Airlines sechs Crewmitglieder, die auf dem betroffenen Flug waren, als Vorsichtsmaßnahme in den bezahlten Urlaub.

US-Präsident Barack Obama hatte nach einer Krisensitzung im Weißen Haus am Mittwoch ein gezieltes Vorgehen gegen das tödliche Virus in den USA versprochen. Die CDC werde künftig Spezialteams in jedes Krankenhaus schicken, in dem ein Ebola-Fall festgestellt werde. Zugleich rief Obama seine Landsleute zur Ruhe auf. An dem Treffen nahmen Vizepräsident Joe Biden und andere ranghohe Kabinettsmitglieder teil. Auch für Donnerstag sagte der Präsident alle seine Reisepläne ab, um sich der Ebola-Krise zu widmen.

Obama gab zudem dem Verteidigungsministerium grünes Licht, für den Ebola-Einsatz in Westafrika auch Reservisten zu rekrutieren. Washington hatte kürzlich beschlossen, bis zu 4.000 Soldaten in die vom Virus besonders betroffenen afrikanischen Länder zu schicken. Sie sollen dort helfen, Ebola-Behandlungszentren einzurichten und lokale Gesundheitsexperten auszubilden.

Mehrere US-Schulen vorsorglich geschlossen

Aus Angst vor einer Ausbreitung der Ebola-Seuche ist unterdessen an mehreren US-Schulen vorsorglich der Unterricht gestrichen worden. Die Mitarbeiterin einer Schule in Ohio sei möglicherweise im selben Flugzeug wie die Krankenschwester, die sich zuletzt mit dem Virus infiziert hatte, unterwegs gewesen. Deshalb blieben zwei Schulen nahe Cleveland in Ohio am Donnerstag geschlossen, so der Schulbezirk.

Geschlossen blieben auch zwei Schulen und ein Kindergarten im US-Bundesstaat Texas, weil zwei Schüler und ihre Eltern in dem Flugzeug gereist waren. Die betroffenen Gebäude und Schulbusse sollten während der Schließung gründlich gereinigt und desinfiziert werden, teilte der Schulbezirk Belton mit.

"Nicht leicht zu kontrollieren

Nach Ansicht von CDC-Chef Frieden stellt Ebola selbst gut geschulte Experten in den USA vor eine Herausforderung. Die Epidemie sei nicht leicht zu kontrollieren, räumte der ebenfalls zu einer Anhörung geladene Frieden ein. Die Sorgen über die Fälle im texanischen Dallas seien daher begründet.

„Eines der Dinge, die ich fürchte, ist, dass es sich weiter in Afrika verbreiten könnte.“ Dann wachse auch die Bedrohung für das US-Gesundheitssystem. „Wir sind immer offen für neue Ideen“, sagte Frieden, der für sein Krisenmanagement zuvor scharf kritisiert worden war.

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