Bericht: IS enthauptete öffentlich zehn Opfer
Zur Einschüchterung der Bevölkerung in Syrien hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Angaben einer oppositionsnahen Beobachtergruppe zehn Menschen enthauptet. Unter den Toten seien fünf kurdische Kämpfer und vier arabische Rebellen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mit. Zudem sei ein kurdischer Zivilist ermordet worden.
Die sieben Männer und drei Frauen seien gestern rund 14 Kilometer westlich der belagerten Kurdenstadt Ain al-Arab (kurdisch: Kobane) im Norden des Landes getötet worden. „Ich weiß nicht, warum sie festgenommen und enthauptet wurden“, sagte der Vorsitzende der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Mit den meist öffentlich vollstreckten Hinrichtungen wolle die IS-Führung aber in der Regel Gegner und Zivilbevölkerung einschüchtern.
Türkische Intervention rückt näher
Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle steht den gemäßigten Rebellen in Syrien nahe. Bei ihren Angaben stützt sie sich auf ein Netzwerk von Informanten in dem Bürgerkriegsland. Die Angaben zu den Enthauptungen konnten zunächst nicht von unabhängiger Seite überprüft werden.
Eine türkische Militärintervention in Syrien scheint unterdessen nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Der Vormarsch von IS in Richtung der türkisch-syrischen Grenze zwinge Ankara zum Handeln, wie Vizepremier Bülent Arinc gestern Abend einräumte.Die türkische Exklave des Süleyman-Shah-Mausoleums ist schon jetzt von den Dschihadisten umstellt.
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