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Nach Feueralarm: Dreamliner muss in Glasgow landen

Ein Boeing 787 Dreamliner der polnischen Fluggesellschaft LOT hat am Freitag im schottischen Glasgow zwischenlanden müssen. Die Piloten entschlossen sich laut ersten Meldungen zur Sicherheitslandung, nachdem bei der Gepäcksklappe ein Feueralarm ausgelöst worden war. Es gab keine Verletzten.

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Laut Auskunft des Flughafens landete die Maschine mit 248 Personen an Bord, die von Chicago nach Warschau unterwegs war, mittags sicher in Glasgow. Der Pilot habe zuvor um Landeerlaubnis gebeten, hieß es.

Laut LOT war die Sicherheitslandung aufgrund von Sicherheitsvorschriften nötig, nachdem der Feueralarm im Gepäcksraum angegangen war. Der Flughafen rief vorsichtshalber einen Notfall aus. Allerdings waren weder Flammen noch Rauch zu sehen. Der Flughafenbetrieb wurde daher auch aufrechterhalten.

Alle Passagiere seien ausgestiegen, und das Flugzeug sei untersucht worden, sagte eine Flughafensprecherin. „Es wurde als sicher eingestuft.“ Dennoch würden weitere Untersuchungen folgen. LOT überlegt derzeit, die Passagiere mit einem anderen Flugzeug nach Warschau zu fliegen.

Schwere Probleme im Vorjahr

Wegen wiederholter Probleme mit Lithium-Ionen-Batterien waren im Jänner 2013 sämtliche Boeing 787 Dreamliner weltweit für drei Monate aus dem Verkehr gezogen worden. Bei zwei Maschinen hatten sich die Batterien überhitzt, wobei bei einem am Boden geparkten Flugzeug ein Feuer ausbrach. All Nippon Airways (ANA) und die zweite große japanische Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) waren unter den Fluglinien, die am stärksten von dem Flugverbot für die neuen Flugzeuge betroffen waren.

Erst am Vortag hatten die japanischen Behörden ihren Abschlussbericht zu den Batterieproblemen bei den Boeing-Dreamlinern veröffentlicht. Dieser bleibt jedoch eine Antwort schuldig. Die genaue Ursache der Zwischenfälle habe auch nach mehr als eineinhalb Jahren nicht geklärt werden können, teilte die japanische Verkehrssicherheitsbehörde am Donnerstag in Tokio mit.

Keine eindeutige Erklärung

Am 16. Jänner 2013 hatte eine Dreamliner-Maschine der Fluggesellschaft ANA auf einem Inlandsflug in Japan wegen Brandgeruchs im Cockpit notlanden müssen. Der Brandgeruch wurde auf eine Lithium-Ionen-Batterie zurückgeführt. Doch weder der US-Flugzeughersteller Boeing noch der Batteriehersteller GS Yuasa konnten endgültig erklären, weshalb es zu der Überhitzung kam. Sie sei vermutlich auf einen Kurzschluss innerhalb des Akkus zurückzuführen, heißt es in dem 115-seitigen Abschlussbericht. Wie dieser zustande gekommen sei, habe aber nicht geklärt werden können.

Weitere Tests gefordert

Die US-Flugaufsichtsbehörde müsse weitere Tests veranlassen, die Batterienormen überprüfen und mögliche Brandrisiken besser ermitteln, forderte die japanische Behörde in ihrem Abschlussbericht. Die Untersuchungen der US-Behörde gehen mittlerweile weiter.

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