Aufenthalt des Austro-Islamisten Mohammed M. unklar

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Mohammed M., Islamist mit österreichischer Staatsbürgerschaft, sitzt offiziell nicht mehr im Gefängnis in der Türkei. Einen entsprechenden Bericht der „Salzburger Nachrichten“ (Donnerstag-Ausgabe) bestätigte das Innenministerium gegenüber der APA. Darüber hinaus lägen keine Informationen vor, erklärte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck.

Am 19. August aus Haft entlassen

Nach „Spiegel-Online“-Informationen wurde der Salafist am 19. August aus dem türkischen Polizeigewahrsam in Konya entlassen. Dort hatte er seit mehr als einem Jahr festgesessen, weil er sich illegal im Land aufgehalten hatte. Nach Erreichen der gesetzlichen Maximaldauer wurde M. unter Auflagen freigelassen und in ein Hotel gebracht. Doch statt sich fortan regelmäßig bei der Polizei zu melden, verschwand er. Ein Auslieferungsersuchen aus Wien hatte Ankara zuvor abschlägig beschieden.

Festnahme nahe der syrischen Grenze

Wo sich M., der vor laufender Kamera seinen österreichischen Pass verbrannt hatte, derzeit aufhält, ist unklar. In Österreich wird ihm „Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung“ vorgeworfen. Erst im März 2013 wurde M., der der sich nun Abu Usama al-Gharib nennt, im türkischen Hatay nahe der Grenze zu Syrien wegen eines gefälschten Reisedokuments festgenommen. Seitdem befand er sich in einem Anhaltelager für ausländische Staatsbürger.

Im April wurde die beantragte Auslieferung nach Österreich von den türkischen Behörden aufgrund einer fehlenden Anklage abgelehnt. Der gebürtige Ägypter war bereits im März 2008 - und nach Aufhebung des Urteils wegen eines Formfehlers erneut im Februar 2009 - unter anderem wegen Drohvideos gegen Österreich und Deutschland verurteilt worden und verbüßte eine vierjährige Haftstrafe.