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US-Training für syrische Kämpfer

Binnen eines Jahres wollen die USA mehr als 5.000 syrische Oppositionskämpfer ausbilden, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Stirn bieten sollen. Bis das Training Wirkung zeigt, dürfte es dauern. Und das Vorhaben muss noch genehmigt werden.

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US-Präsident Barack Obama appellierte an den Kongress, für dieses Vorhaben grünes Licht zu geben - ebenso wie für 500 Millionen Dollar (386 Mio. Euro), die in das Training und die Ausrüstung „moderater“ Rebellen gesteckt werden sollen. Diese kämpfen in Syrien gleichsam gegen IS und das Regime von Baschar al-Assad.

Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien

Kurz nach der Ankündigung diese Woche bot Saudi-Arabien den USA an, das Training auf seinem Boden stattfinden zu lassen. Damit würde das beim Kongress beantragte Geld ausreichen, um die Ausbildung über die Bühne zu bringen, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Freitag in Washington.

Sie solle in mehreren Phasen erfolgen, erläuterte Kirby. „Das wäre nicht alles auf einmal. Das Training selbst würde nicht ein ganzes Jahr dauern.“ Binnen zwölf Monaten soll es jedoch möglich sein, mehr als 5.000 Kämpfer auszubilden. Die Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien sei dabei ein „zentraler Bestandteil“.

Rekrutierung stellt Problem dar

Zugleich räumte Kirby ein, dass vor Beginn noch eine Schwierigkeit zu beseitigen sei: die Rekrutierung und Überprüfung möglicher Kandidaten. „Die syrische Opposition ist keine monolithische Gruppe“, sagte Kirby. „Es ist keine anerkannte Streitkraft. Es gibt keinen einzelnen anerkannten Anführer der Opposition - ganz bestimmt nicht aus militärischer Perspektive.“ Die USA würden hart daran arbeiten, diese Herausforderung zu bewältigen. Aber es sei klar, dass es mehrere Monate dauern werde, bis man wirklich mit der Ausbildung beginnen könne.

Die Angst, sich in Syrien mit den falschen Kräften zu verbünden, hat die US-Politik schon in den ersten drei Jahren des Bürgerkriegs gelähmt - bis IS-Kämpfer im Juni die irakische Armee in Mossul besiegten und sich der Konflikt auf den Norden und Westen des Irak ausweitete. Ende Juni rief die Terrormiliz in beiden Ländern ein islamisches „Kalifat“ aus - die bisherigen Landesgrenzen existieren für sie nicht mehr.

Kongress muss Schulung genehmigen

Am Dienstag wird Verteidigungsminister Chuck Hagel auf dem Washingtoner Kapitol erwartet, um vor einem Ausschuss die Strategie gegen den IS zu erläutern. Er dürfte die Parlamentarier beschwören, schnell die Schulungsmaßnahmen zu genehmigen. US-Außenminister John Kerry wird am Donnerstag in einer Kongressanhörung befragt.

Das Weiße Haus ließ wissen, dass man über den finanziellen Aspekt weniger besorgt sei. Das Geld für das Vorhaben könne durch eine „Verschiebung der Prioritäten“ im Pentagon bereitgestellt werden. Doch nach US-Recht muss der Kongress die Schulung ausländischer Truppen auf ausländischem Boden genehmigen. Obamas Sprecher Josh Earnest sagte, diese Ermächtigung sei „dringend erforderlich“. Doch selbst wenn sie erteilt ist, wird es dauern, bis die Auswirkungen spürbar sind. Der Konflikt und das Blutbad gehen weiter.

Als Journalisten Kirby am Freitag im Pentagon mit Fragen löcherten, gestand er ein, keine Details darüber zu besitzen, wie genau die syrischen Kämpfer bei dem Training „einen Abschluss machen (...) und dann rausgehen und in Syrien kämpfen sollen“. Man gehe aber davon aus, dass eine fähigere, besser trainierte moderate Opposition eine „signifikante Wirkung“ nicht nur gegen den IS, sondern auch gegen das Assad-Regime haben könne.

Frank Fuhring, dpa

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