Algerien: Ranghohe Al-Kaida-Kämpfer wechseln zu IS

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In Algerien hat sich eine Gruppe radikaler Islamisten von Al-Kaida losgesagt und der im Irak und in Syrien aktiven Terrormiliz Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen. Die neue Gruppe nannte sich Kalifatsoldaten in Algerien und erklärte, die Al-Kaida sei in der Maghreb-Region vom richtigen Pfad abgekommen.

Die Splittergruppe, zu der ranghohe Al-Kaida-Mitglieder der Region gehören, wandte sich direkt an IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi, der im Irak ein Kalifat ausgerufen hat. „Die Männer des Islamischen Maghreb gehören dir. Wenn du befiehlst, werden sie dir folgen.“

Al-Kaida dementiert Abstieg

Damit scheint sich die Rivalität zwischen den beiden Extremistengruppen um die Vorherrschaft im Dschihad weiter zu verschärfen. Zuletzt hatte IS auch vermehrt Zulauf von Al-Kaida-Kämpfern erhalten. Angesichts der kriegerischen Erfolge der IS im Irak und in Syrien und der alternden Führung der Al-Kaida wählen vor allem jüngere Kämpfer IS. IS-Anführer Baghdadi hatte sich 2013 selbst mit der Al-Kaida über die Strategie in Syrien überworfen.

Die Al-Kaida wies dagegen die US-Darstellung als „Lüge“ zurück, dass sie auf dem absteigenden Ast sei. In einer Erklärung vermied die Extremistengruppe jedoch die Nennung der IS-Gruppe. Zwar hätten regionale Ableger der Al-Kaida eine begrenzte Zahl von Fehlern gemacht. Diese stünden jedoch in keinem Verhältnis zu zahlreichen Erfolgen und guten Taten, erklärte Hossam Abdul Raouf, ein ägyptischer Veteran der Extremistengruppe. Die Organisation lege weltweit zu.