US-Großbanken drohen strengere Kapitalvorschriften

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Die Notenbank Fed will die größten US-Geldhäuser zu einer höheren Risikovorsorge zwingen als bisher bekannt. Die Fed werde bei den anderen Finanzaufsichtsbehörden den Vorschlag einbringen, die Kapitalanforderungen weiter zu erhöhen, ging aus einem gestern Abend(Ortszeit) veröffentlichten Redemanuskript des hochrangigen Notenbankvertreters Daniel Tarullo hervor. Die Regel soll für die Firmen gelten, „die das größte potenzielle Risiko für die Finanzstabilität darstellen“.

Die Maßnahme könne Anreize für Großbanken liefern, die systemische Relevanz und das Risikoprofil zu senken, heißt es in den für eine Anhörung heute vorbereiteten Notizen des US-Notenbankers. Die Regeln für die US-Banken würden damit strenger ausfallen als im internationalen Regelwerk Basel III.

Einrichtung von Notvorrat bereits beschlossen

Erst vergangenen Mittwoch hatten die Fed und US-Finanzaufsichtsbehörden beschlossen, dass die Großbanken einen Notvorrat an als sicher geltenden Wertanlagen einrichten müssen, die kurzfristig zu Geld zu machen sind. Dieser Schutzwall an Vermögenswerten wie Zentralbankreserven oder Staatsanleihen soll sicherstellen, dass sich die Geldhäuser mindestens über eine 30-tägige Stressperiode flüssig halten können.

Die Maßnahmen sind Folgen der Wirtschaftskrise 2008, als der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers die Finanzwelt erschüttert hatte. Etliche Großbanken wurden damals mit Steuergeld gerettet. Die neuen Regeln sollen verhindern, dass sich so etwas wiederholt.