Ukraine: Grünes Licht für russischen Hilfskonvoi?
Russland will trotz der ablehnenden Haltung der Regierung in Kiew an den Hilfslieferungen für Zivilisten in der umkämpften Ostukraine festhalten. Es sei mit der Ukraine vereinbart worden, dass der Konvoi nahe der russischen Stadt Schebekino die Grenze passiere, teilte das Außenministerium in Moskau gestern laut AFP mit. Anschließend sollten die 260 Lkws unter Aufsicht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ihre Fahrt in die Regionen Donezk und Lugansk fortsetzen.
Russland erwarte „die volle Kooperation der ukrainischen Seite“, um einen sicheren Transport der Hilfsgüter zu gewährleisten, hieß es weiter. Russland habe alle Auflagen der ukrainischen Seite erfüllt, daher seien die öffentlichen Äußerungen der Führung in Kiew unverständlich, erklärte das russische Außenministerium.
Russland hatte in der Früh ungeachtet der Warnungen des Westens vor einem einseitigen Vorgehen einen Konvoi mit Lebensmitteln, Stromgeneratoren, Medikamenten und anderen Hilfsgütern in Richtung Ostukraine geschickt. Kiew kündigte jedoch an, die Lastwagen nicht ins Land zu lassen. „Wir erachten die Fahrt russischer Konvois über ukrainisches Territorium als unmöglich“, erklärte ein Vertreter der ukrainischen Präsidentschaft. Die russischen Lieferungen könnten aber an der ukrainischen Grenze an das Rote Kreuz übergeben werden.