Brandanschlag auf Synagoge in Deutschland

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Drei Männer haben in der Nacht auf heute mehrere Molotowcocktails auf eine Synagoge im Westen Deutschlands geschleudert. Sie hätten die Brandsätze auf den Eingang des Gebäudes in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) geworfen und seien dann geflüchtet, teilte die Polizei heute mit.

Ein Verdächtiger verhaftet

Ein 18 Jahre alter Tatverdächtiger sei in der Nähe festgenommen worden, die beiden anderen konnten entkommen. Einzelheiten zu den mutmaßlichen Tätern und ihrem Umfeld gab es zunächst nicht. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Die Synagoge werde noch auf Schäden hin untersucht. Eine Anrainerin habe brennende Teile auf der Straße entdeckt und die Polizei alarmiert, berichteten die Beamten.

Auch Synagoge in Essen war Ziel

Auch die Alte Synagoge in Essen - heute ein städtisches Kulturinstitut - war nach Angaben der nordrhein-westfälischen Polizei schon Ziel geplanter Aktionen. Vor einer Demonstration gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen vor rund zwei Wochen waren in Essen 14 Menschen vorläufig festgenommen worden.

Die Polizei hatte sie in Verdacht, die Kundgebung zu einer Aktion gegen die Alte Synagoge nutzen zu wollen. Wenige Tage später nahm die Polizei vier Männer ins Visier, die über Facebook mit einer Aktion gegen das Gebäude gedroht hatten. Die Ernsthaftigkeit dieser Drohung ist noch unklar.

Hakenkreuze in Rom

Die italienische Polizei und der Staatsschutz ermitteln unterdessen gegen Personen, die Drohungen, antisemitische Parolen und Hakenkreuze an Dutzende jüdische Geschäfte in Rom gesprüht haben. Wie die römische Zeitung „La Repubblica“ heute berichtete, suchten die Beamten im Umfeld der extremen Rechten wie der extremen Linken nach den Tätern.

Einige Schmierereien zeigten, dass die am Montag bemerkten Sprayaktionen klar vor dem Hintergrund der israelischen Offensive im Gazastreifen stünden. Bürgermeister Ignazio Marino verurteilte die Hassparolen. Den Präsidenten der jüdischen Gemeinde, Riccardo Pacifici, erinnerten sie an Nazi-Aktionen gegen jüdische Geschäfte 1933 in Deutschland.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Österreich

Auch in Österreich wurden vergangene Woche angesichts der aufgeheizten Stimmung die ohnehin strikten Sicherheitsvorkehrungen in jüdischen Einrichtungen verschärft. Für Empörung hatte letzte Woche der gewalttätige Platzsturm einer Gruppe türkischstämmiger Jugendlicher während eines Trainingsspiel des israelischen Fußballklubs Maccabi Haifa gesorgt.