Eklat um Erdogans Hitler-Vergleich

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einem Hitler-Vergleich im Zusammenhang mit der israelischen Offensive im Gazastreifen einen diplomatischen Eklat ausgelöst. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Ordu kritisierte Erdogan gestern Abend das Vorgehen der israelischen Armee in dem palästinensischen Küstenstreifen und verwies auf die vielen getöteten Zivilisten.

„Jene, die Hitler Tag und Nacht verurteilen, haben Hitler in Sachen Barbarei übertroffen“, sagte Erdogan. Türkische Medien berichteten außerdem von einer Welle von Twitter-Einträgen, in denen Israel scharf kritisiert worden sei und Bezüge zu Nazi-Deutschland hergestellt worden seien.

In seiner Israel-kritischen Rede rief Erdogan dann die türkische Bevölkerung zur Ruhe auf. Es dürfe keine Übergriffe auf jüdische Mitbürger geben. Wegen der Gazaoffensive war es in den vergangenen Nächten in mehreren türkischen Städten zu Anti-Israel-Demonstrationen gekommen. Das israelische Außenministerium sprach eine Reisewarnung für die Türkei aus.