Neuer Anlauf im August
Malaysia gibt bei der Suche nach dem vor über vier Monaten verschwundenen Flug MH370 nicht auf. Verteidigungsminister Hishammuddin Hussein kündigte letzte Woche die Entsendung eines Marineschiffes in den südlichen Indischen Ozean an. Es soll am 4. August ablegen und mit einem Mehrstrahlecholot den Meeresgrund weit vor der australischen Küste absuchen.
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Mehrere Firmen würden sich mit Spezialgeräten an der neuen Suchaktion beteiligen, sagte Hishammuddin. Auch ein ferngesteuertes Meeresfahrzeug soll dabei zum Einsatz kommen. „Die Anordnungen für eine umgehende Mobilisierung wurden erteilt, die Geräte werden vermutlich Mitte August im Suchgebiet eintreffen.“ Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 8. März nach dem Start in Kuala Lumpur in Richtung Peking von den Radarschirmen verschwunden.
Zuletzt offenbar im Autopilotmodus
An Bord des spurlos verschwundenen Flugzeugs waren 239 Menschen. Über ihr Schicksal und darüber, was an Bord der Maschine passierte, herrscht völlige Ungewissheit. Laut einem zuletzt veröffentlichten Expertenbericht könnte ein Druckabfall im Cockpit einen Kontrollverlust der Piloten verursacht haben. Australische Behörden gehen aufgrund des „linearen“ Streckenverlaufs des Flugzeugs vor seinem Verschwinden davon aus, dass es zuletzt im Autopilotmodus flog, wie sie Ende Juni erklärten.
Demnach flog der Jet ohne Einwirkung der Piloten, bis ihm der Treibstoff ausging und er ins Meer stürzte, wie Australiens Vizepremier Warren Truss als „sehr, sehr wahrscheinlichen“ Unglückshergang vor Journalisten schilderte. „Andernfalls hätte sie nicht die regelmäßige lineare Route fliegen können, die anhand von Satellitenaufnahmen identifiziert wurde.“ Entsprechend äußerte sich Martin Dolan von der australischen Transportsicherheitsbehörde.
Suchgebiet wird ausgeweitet
Die Ausweitung des Suchgebiets geht ebenfalls auf australische Berechnungen zurück. Das für die Suche eingerichtete Joint Agency Coordination Centre (JACC) der australischen Regierung plädierte in einem 64-seitigen Bericht für die Suche in dem neuen Gebiet. Bereits im April war eine umfangreiche Suche des Meeresbodens durchgeführt worden, nachdem man Signale geortet hatte, die einem Flugschreiber zugeordnet wurden. Bei den Tauchgängen suchte ein Mini-U-Boot mittels Sonar den Meeresboden wochenlang nach dem Wrack ab - ohne Erfolg.
Die neue Suche in einem Gebiet 1.800 Kilometer westlich von Perth soll den Angaben zufolge ein Jahr dauern. Australien koordiniert die Suche nach dem Flugzeug. Flug MH370 sollte von Kuala Lumpur nach Peking fliegen. Es wird jedoch vermutet, dass das Flugzeug fernab der geplanten Flugroute im südlichen Indischen Ozean abstürzte. Die umfangreiche Suche nach Wrackteilen dort brachte bis jetzt kein Ergebnis.
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