Russland protestiert gegen Grenzbeschuss

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Russland mit Nachdruck gegen den erneuten Beschuss seiner Staatsgrenze von ukrainischer Seite protestiert. Kiews Regierungstruppen hätten den Grenzübergang Gukowo mit Artillerie beschossen, kritisierte das Außenministerium in Moskau. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten sich 230 Flüchtlinge an dem Posten aufgehalten. „Nur durch einen glücklichen Zufall gab es keine Opfer“, teilte die Behörde mit.

Das Außenamt warf der ukrainischen Regierung einen Bruch internationalen Rechts vor und forderte ein Ende des Beschusses. „Im Fall weiterer Wiederholungen ähnlicher Vorfälle wird die ganze Verantwortung für die Folgen bei Kiews Machthabern liegen“, hieß es in der Mitteilung. Russland hatte zuletzt mehrfach gegen den Beschuss seines Staatsgebiets protestiert.

„Totalangriff“ auf Donezk?

Ukrainische Truppen haben nach Regierungsangaben eine Großoffensive gegen Rebellenstellungen im Osten des Landes gestartet. Bei den Städten Donezk und Lugansk habe ein „Totalangriff“ an „mehreren Frontabschnitten“ gegen prorussische Separatisten begonnen, teilte das Innenministerium in Kiew heute mit. In Donezk gab es nach Berichten heute jedoch keine Kampfhandlungen.

Separatisten wollen Stellungen halten

Die Armee versucht seit der Einnahme der Rebellenhochburg Slawjansk am Samstag auch die beiden Großstädte Donezk und Lugansk einzukreisen, um die dortigen Aufständischen zu vertreiben.

Die prorussischen Kämpfer gestehen zwar ein, dass sie zahlenmäßig und von ihrer Ausrüstung her unterlegen sind, doch wollen sie ihre Stellungen halten. Die Einnahme von Slawjansk war der bisher größte Erfolg in der wochenlangen Militärkampagne gegen die Rebellen.