ORF beteiligt sich an Videoplattform Flimmit

Der ORF beteiligt sich am Wiener Start-up Flimmit. Das wurde gestern im ORF-Stiftungsrat beschlossen. Mit der Beteiligung will der ORF sich im Bereich der nicht linearen Videoangebote stärker positionieren.

Über seine Tochtergesellschaften Enterprise und ORS beteiligt sich der ORF vorerst mit 25 Prozent. Der Anteil soll künftig aber erhöht werden. Ein Start der neuen Plattform könnte 2015 so weit sein. Es ist ein Schritt, der auch zur heute vollständig beschlossenen Strategie „ORF 2020“ passt, die sowohl multimediale Produktion als auch Ausspielung der Inhalte vorsieht.

Song Contest: Standortentscheidung im Juli

Für den Song Contest 2015 wurden vom ORF Ausgaben von 25 Mio. Euro bei Einnahmen von zehn Mio. Euro veranschlagt. Die tatsächlichen Kosten werden erst nach der Vergabe des Austragungsortes feststehen. Derzeit sind noch die Städte Wien, Graz und Innsbruck im Rennen. Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich noch im Juli zu rechnen. Im August soll der Vertrag mit der European Broadcasting Union (EBU) unterzeichnet werden, im Dezember soll dann das Design fixiert werden.

700 Mitarbeiter abgebaut

Angenommen vom Stiftungsrat wurde auch der erneut positive Jahresabschluss 2013. Erstmals betrug der Umsatz über eine Mrd. Euro, wie ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz darlegte. Seit dem Beginn der Einsparungsprogramme 2007 hat der ORF 700 Mitarbeiter abgebaut.

Architekten für gemeinsamen Standort gewählt

Hinsichtlich der Zusammenlegung der Wiener ORF-Standorte auf dem Küniglberg gab es grünes Licht für die Gründung einer Immobiliengesellschaft, über die die Finanzierungsvariante Leasing, die derzeit für das rund 300 Mio. Euro teure Projekt neben einer Anleihe priorisiert wird, abgewickelt werden soll. Welche der beiden Varianten schließlich realisiert wird, soll sich Ende 2014 bzw. Anfang 2015 entscheiden.

Wie das künftige ORF-Zentrum letztlich aussehen wird, dürfte bis zum Oktober klarer werden: 15 Architekten wurden diese Woche ausgewählt, um bis dahin einen Entwurf vorzulegen. Die Namen, die noch nicht genannt werden können, sollen sich sowohl aus heimischen als auch internationalen Vertretern und großen sowie kleineren Büros zusammensetzen.