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„Unentschuldbarer Terrorakt“

Der Tod der drei israelischen Jugendlichen hat weltweit für Bestürzung gesorgt. Staats- und Regierungschefs versicherten Israel ihre Anteilnahme und verurteilten die Tat. Gleichzeitig wurde jedoch eingemahnt, die Friedensgespräche im Nahen Osten nicht scheitern zu lassen.

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US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Tat als „sinnlosen Terrorakt gegen unschuldige Jugendliche“ und sprach den Familien der drei Teenager sein tiefstes Mitgefühl aus, wie das Weiße Haus am Montag in Washington mitteilte. Obama habe Israel und den Palästinensern die volle Unterstützung der USA zugesichert, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Hollande spricht von „feigem Mord“

Der französische Präsident Francois Hollande und der britische Premier David Cameron verurteilten die Ermordung von drei entführten israelischen Jugendlichen auf das Schärfste. Während Hollande von einem „feigen Mord“ sprach, verurteilte Cameron den „entsetzlichen und unentschuldbaren Terrorakt“.

Er sei „zutiefst betrübt“, fügte der britische Premier in einer am Montagabend in London verbreiteten Erklärung hinzu. Cameron und Hollande sprachen den Familien der drei Jugendlichen ihr Mitgefühl aus. Auch Frankreichs Außenminister Laurent Fabius äußerte sich „schockiert“ von der Nachricht der Ermordung der drei Teenager. Er sprach von einem „abscheulichen, feigen und barbarischen Verbrechen“.

Steinmeier mahnt Streben nach Frieden ein

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel erklärte in Berlin: „Es handelt sich um eine verabscheuenswürdige Tat, für die es keinerlei Entschuldigung geben kann.“ Ihr Mitgefühl gelte den Familien und Freunden der Jugendlichen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der noch am Mittag mit seinem israelischen Kollegen Avidgor Lieberman über die Jugendlichen gesprochen hatte, äußerte sich „zutiefst erschüttert“. „Wir hoffen, dass trotz des unendlichen Schmerzes über den Verlust dieser drei jungen Menschen das Streben nach Frieden das Handeln in den kommenden Tagen bestimmt“, erklärte Steinmeier.

Kurz warnt vor „Spirale der Gewalt“

In einer ersten Reaktion verurteilte auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) die Tat. „Ich verurteile die Ermordung der drei entführten israelischen Schüler auf das Schärfste. Unser Mitgefühl gilt ihren Familien und Freunden in dieser schweren Stunde. Die Täter müssen vor Gericht gestellt werden“, erklärte Kurz am Montag in einer Aussendung.

Was den Tätern aber nicht gelingen dürfe, sei, „durch ihre Bluttat eine Spirale von Gewalt und Gegengewalt auszulösen“. Die moderaten Kräfte dürften sich „durch dieses schreckliche Verbrechen nicht von ihren Bemühungen für eine Friedenslösung abbringen lassen“, so Kurz.

Ban: Gemeinsam die Mörder finden

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte eine Kooperation der Ermittler. Er hoffe, israelische und palästinensische Behörden würden zusammenarbeiten, um die Täter so rasch wie möglich zu fassen, erklärte Ban am Montag in New York. Der Mord sei ein heimtückischer Akt der Feinde des Friedens und solle den Konflikt vertiefen und Misstrauen verstärken. „Das darf keinen Erfolg haben.“ Er verurteilte die Tat auf das Schärfste. „Es darf keine Rechtfertigung für die gezielte Tötung von Zivilisten geben.“

Papst: „Verabscheuenswertes Verbrechen“

Papst Franziskus sprach den Familien der Jugendlichen sein Mitgefühl aus. „Papst Franziskus schließt sich dem unsagbaren Schmerz der Familien an, die von dieser mörderischen Gewalt getroffen wurden“, erklärte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi in Rom. Die Ermordung unschuldiger Menschen sei ein „verabscheuenswertes und indiskutables Verbrechen“ und ein „schlimmes Hindernis auf dem Weg zum Frieden, den wir unermüdlich weitergehen müssen und für den wir uns einsetzen und beten müssen.“

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