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Eine Oberösterreicherin in Venedig

Die oberösterreichische Lichtkünstlerin Waltraut Cooper will anlässlich des Gedenkjahres 2014 ihre „Regenbogentrilogie“ mit einen weltumspannenden Projekt komplettieren: Gebäude rund um den Globus sollen am 11. November in den Spektralfarben erstrahlen und ein Symbol für den Frieden darstellen. Ihre Pläne stellt Cooper bereits bei der Architekturbiennale in Venedig vor.

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Cooper ist schon das dritte Mal bei der Biennale vertreten. Sie sei damit „eine wichtige Botschafterin des Landes“, würdigte sie der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) in einer Pressekonferenz in Linz. In Venedig zeigt sie neben einer Lichtinstallation, die sich auf frühere 2007, 2008 und 2010 im österreichischen Parlament bezieht, und anderen Lichtkunstarbeiten wie ihrer „Digitalen Poesie“ auch die „Regenbogentrilogie“.

Waltraud Cooper und Landeshauptmann Dr. Pühringer

Kraml, Land OÖ

Waltraud Cooper mit dem oberösterreischischen Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Präsentation ihres Projekts

Der Regenbogen als Friedenssymbol zieht sich bereits seit langem durch Coopers Schaffen. Zur Jahrtausendwende erstrahlte er österreichweit, zur EU-Erweiterung 2004 europaweit. Jedes Mal wurden geschichtsträchtige Gebäude in verschiedenen Städten in den Farben des Spektrums beleuchtet.

Sechs Stützpunkte für den Lichtbogen

Nachdem das Außenministerium die Künstlerin anlässlich der 100. Wiederkehr des Beginns des Ersten Weltkriegs eingeladen hat, ein Konzept 1914/2014 zu entwickeln, will sie ihren farbenprächtigen Lichtbogen nun weltumspannend verwirklichen. Neben dem Kunsthistorischen Museum in Wien und dem als „Nest“ bekannten Olympiastadion in Peking, der Oper von Sydney und dem UNO-Gebäude in New York sollen noch zwei Locations eingebunden werden - eine in Äthiopien, das als „Wiege der Menschheit“ gilt, und eine in Brasilien.

„Nun geht es an die harte Arbeit, alles zu organisieren“, sagte Cooper. „Ich habe im Moment nicht einen Kreuzer Geld dafür.“ Geplant ist dennoch, dass die Gebäude am 11. November drei Tage lang erleuchtet werden. Die Künstlerin hat den Termin ausgesucht, weil es der Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs ist. „Und die beste Antwort auf den Weltkrieg ist der Weltfrieden.“

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