Wienerin in Dubai: Insgesamt vier Monate Haft

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Eine Wienerin, die nach einer Vergewaltigungsanzeige in Dubai selbst in Haft genommen worden war, ist gestern in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Abwesenheit zu insgesamt vier Monaten Haft verurteilt worden.

Zwei Monate bekam die Österreicherin wegen „unsittlichen Verhaltens“, weitere zwei Monate Gefängnis wegen des Alkoholkonsums, zudem wurde eine Geldstrafe von 1.000 Dirham (rund 200 Euro) verhängt, sagte ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums.

Das Urteil, das in Abwesenheit der Wienerin gefällt wurde, ist nicht rechtskräftig. Um den Richterspruch zu bekämpfen, müsste die Frau nach Dubai reisen, ansonsten wird das Urteil in Rechtskraft erwachsen, erklärte der Sprecher.

Verurteilte müssen Land verlassen

Die Österreicherin war nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis nach Wien zurückgekehrt und seit Beginn des Prozesses in Februar nicht mehr vor Gericht erschienen. Der von ihr beschuldigte Jemenite wurden ebenfalls zu zwei Monaten Haft verurteilt. Er bestritt stets, mit der Touristin Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.

Die beiden Beschuldigten - in dem Fall zumindest der Banker - müssen laut Richterspruch das Land verlassen, wenn sie ihre Strafe abgesessen haben.