Facebook könnte Unternehmen stärker zur Kasse bitten

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Auf Facebook vertretene Unternehmen könnten bald dafür zahlen müssen, wollen sie mit ihren Inhalten ihre Fans noch erreichen.

Das Onlineprotal Valleywag berichtete unter Berufung auf einen Insider, Facebook überlege, Seitenbetreiber stärker zur Kasse zu bitten. Schon jetzt können Unternehmer ihre Postings über Zahlungen prominenter aufscheinen lassen, in Zukunft könnte man quasi den umgekehrten Weg gehen.

Facebook will laut der Plattform an der „organischen Reichweite“ drehen. Diese gibt an, wie viele Prozent der Fans einer Seite die Nachricht in ihrem Newsfeed auch sehen: Ein Algorithmus entscheidet, auf wie vielen Newsfeeds die Meldung erscheint, dabei spielt auch die Größe der Fangemeinschaft eine Rolle. Vergangenen Mai nannte Facebook den Durchschnittwert von 16 Prozent. Einige Monate danach wurde Medienberichten zufolge diese Reichweite bereits gesenkt.

Reichweite nur noch ein, zwei Prozent?

Laut Valleywag könnte Facebook diese Politik weiter vorantreiben: Man plane, dass Unternehmensbeiträge nur noch auf ein, zwei Prozent der Newsfeeds aller Fans auftauchen - es sei denn, die Unternehmen zahlen für mehr Reichweite. Welche Summen dafür angedacht sind, ist noch nicht bekannt. Für Privatpersonen bliebe Facebook gratis.

Mehrere andere US-Medien hatten zuvor schon von einer zunehmenden Unzufriedenheit von Marketing- und Werbeabteilungen großer Unternehmen mit Facebook berichtet. In den vergangenen Jahren hatte praktisch jedes Unternehmen viel in die Kommunikation auf Facebook investiert, der angeblich geplante Schritt würde einen großen Teil des Aufwands zunichtemachen.

Valleywag verweist vor allem auf kleine Betriebe und lokale Geschäftstreibende, die mit ein paar tausend Likes bei einer Quote von ein, zwei Prozent praktisch unter der Wahrnehmungsgrenze verschwinden würden. Von Facebook gibt es noch keine Stellungnahme zu dem Bericht.