Milliarden aus Moskau
Russland hat den Westen für die jüngste Gewalteskalation in der Ukraine verantwortlich gemacht. Westliche Politiker und europäische Institutionen würden die Augen vor den aggressiven Aktionen radikaler Kräfte verschließen und duldeten deren Vorgehen, erklärte das Außenministerium in Moskau am Dienstag.
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An die Opposition appellierte Russland, den Dialog mit der Regierung zu suchen - anstatt Drohungen zu äußern und Ultimaten zu stellen. Seit Monaten protestieren Zehntausende Regierungsgegner in der Ukraine gegen die prorussische Politik von Präsident Viktor Janukowitsch. Sie fordern eine engere Anbindung an die Europäische Union.
Russland verspricht neues Geld
Gleichzeitig hat Russland den Geldhahn wieder aufgedreht. Der russische Finanzminister, Anton Siluanow, erklärte am Dienstag, die Ukraine werde noch diese Woche weitere 1,46 Milliarden Euro erhalten. Seit sich Janukowitsch deutlich von der Europäischen Union distanziert hat, wurden ihm von Moskau umgerechnet zwölf Mrd. Euro zugesichert.
Bisher sind jedoch erst 2,5 Mrd. Euro eingelangt. Man wolle zuerst sichergehen, dass sich die Ukraine an ihre Abmachungen hält, bevor weitere Milliarden überwiesen würden, erklärte Siluanow. Russland zeigte zuletzt wachsende Ungeduld, nachdem es Janukowitsch offenbar nicht gelingen will, die Proteste unter Kontrolle zu bringen.
Protestcamp gestürmt
Nach Tagen relativer Ruhe wurde die Ukraine am Dienstag vom schwersten Gewaltausbruch seit dem Beginn der Proteste gegen Präsident Janukowitsch erschüttert. Bei Straßenschlachten in Kiew kamen mehrere Menschen ums Leben. Die Sicherheitskräfte gingen mit Blendgranaten, Gummigeschoßen und Wasserwerfern gegen die Demonstranten auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz (Maidan) vor, Regierungsgegner warfen Brandsätze und Steine.
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