Ägyptische Islamisten stellen Touristen Ultimatum

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Eine der militantesten Islamistengruppen in Ägypten droht mit weiteren Anschlägen auf Touristen. Die Ausländer sollten bis Donnerstag das Land verlassen, warnte die Organisation Ansar Bait al-Makdis heute über den Kurznachrichtendienst Twitter. Sonst müssten sie damit rechnen, Ziel weiterer Angriffe zu werden.

Ein großer Teil der ägyptischen Touristen kommt aus Deutschland und Russland. „Wir empfehlen Reisenden eine sichere Ausreise, bevor die Frist abläuft“, warnten die Extremisten. Sie hatten sich kurz zuvor zu dem Anschlag auf einen Touristenbus auf der Sinai-Halbinsel bekannt, bei dem am Sonntag zwei südkoreanische Urlauber und ein ägyptischer Busfahrer getötet und mindestens 20 Menschen verletzt worden waren.

Bisher blieben Touristen verschont

Seit dem Sturz des demokratisch gewählten, islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär im Juli haben Extremisten in Ägypten Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Der Anschlag am Sonntag markiert jedoch eine Wende in ihrer Strategie, denn bisher blieben Touristen weitgehend von der Gewalt im Land verschont. Überwiegend wurden Einrichtungen der Sicherheitskräfte angegriffen.

Weitere Angriffe könnten der ohnehin unter den politischen Unruhen leidenden Wirtschaft des Landes massiv schaden, denn der Tourismus zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen Ägyptens. Vor der Revolution vor fast genau drei Jahren, die zum Sturz des langjährigen Machthabers Hosni Mubarak geführt hat, machte der Sektor mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.