Tiger tötete neuntes Opfer seit Dezember

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Ein menschenfressender Tiger hat in Indien ein neuntes Opfer getötet. Teile der angefressenen Leiche eines jungen Bauern seien im Dschungel des Jim-Corbett-Nationalparks im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh gefunden worden, sagte heute ein Behördensprecher. Der junge Mann sei in den Dschungel gegangen, um nach seinem Vieh zu sehen, und wurde seither vermisst.

Es ist bereits das neunte Todesopfer seit Ende Dezember. Die Behörden haben inzwischen sechs Jäger beauftragt, den Tiger - ein etwa drei Jahre altes Weibchen - zu fangen oder zu erlegen. Nach Angaben von Naturschützern müssen Tiger getötet werden, sobald sie einmal Menschenfleisch gefressen haben.

In Indien leben insgesamt noch etwa 1.700 Tiger - zum Zeitpunkt seiner Unabhängigkeit 1947 waren es rund 40.000. Wilderei, internationale Schmugglernetzwerke und die zunehmende Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums führten zu einem dramatischen Rückgang der Wildkatzenpopulation.