Viele Stars als Freiheitskämpfer
Unter dem Titel „Mandela - Der lange Weg zur Freiheit“ kommt nun zwar die erste große Filmbiografie in die heimischen Kinos. Das Werk ist allerdings bei weitem nicht der einzige Spielfilm, bei dem die Figur Nelson Mandela eine zentrale Rolle einnimmt.
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.
Schon Philip Savilles Fernsehfilm „Mandela“ von 1987 schilderte die Frühzeit des schwarzen Widerstandskampfs. Die Titelrolle spielte Clarke Peters, der ebenso wie Idris Elba, der im aktuellen Streifen den Nationalhelden darstellt, einen der Hauptcharaktere der US-Serie „The Wire“ verkörperte.
Mandela und seine Kontrahenten
Zehn Jahre später wurde Joseph Sargents Fernsehdoppelporträt „Mandela and De Klerk“, das mit Sidney Poitier und Michael Caine zwei Topstars als Hauptdarsteller aufweisen konnte, mit Preisen überhäuft. 2007 nahm sich dann der Däne Bille August des Stoffes an und verfilmte mit Dennis Haysbert als Mandela unter dem Titel „Goodbye Bafana“ die bewegende Autobiografie von James Gregory, seines einstigen Gefängniswärters.
Sportdrama und Politthriller
Zwei Jahre später errichtete Altmeister Clint Eastwood Mandela mit seinem Sportfilm „Invictus“ ein Monument, in dem er die erfolgreiche Idee des neugewählten Präsidenten nachzeichnete, alle Fraktionen der Nation hinter dem südafrikanischen Rugbyteam zu vereinen. Morgan Freeman brilliert dabei als Mandela.
Ebenfalls im Jahr 2009 inszeniert Pete Travis mit „Endgame“ einen Thriller, der Ende der 1980er angesiedelt ist und den Kampf zwischen Konzernvertretern, Geheimdiensten und Widerstandskämpfern zum Inhalt hat. Erneut spielte Peters Mandela, der allerdings nur als Nebenrolle in der Story vorkommt, die sich vor allem um seinen Nachfolger als Präsident, Thabo Mbeki (Chiwetel Ejiofor), dreht.
Auch Winnie Mandela beschäftigt Filmemacher
2010 rückte schließlich Michael Samuels für den BBC-Film „Mrs Mandela“ die private Beziehung des Friedensnobelpreisträgers (gespielt von David Harewood) mit seiner Gattin Winnie (Sophie Okonedo) in den Fokus - einen Weg, den im Jahr darauf auch Darrell Roodt mit „Winnie“ und Jennifer Hudson und Terrence Howard in den Hauptrollen einschlug. Die bekannteste Dokumentation über Mandelas Leben stammt aus dem Jahr 1996 von Angus Gibson und Jo Menell. Sie wurde für einen Oscar nominiert.
Steve Biko und der „Schrei nach Freiheit“
Eines der bewegendsten Filmdokumente zum Freiheitskampf in Südafrika hat allerdings nicht das Leben Mandelas, sondern das von Steve Biko zum Inhalt. In „Schrei nach Freiheit“ von 1987 wird die Geschichte des Gründers der Black-Consciousness-Bewegung nachgezeichnet, der 1977 in Haft zu Tode geprügelt wurde. Bikos Tod führte damals zu den ersten großen Protesten der internationalen Gemeinschaft gegen das Apartheid-Regime - inklusive eines Waffenembargos durch den UNO-Sicherheitsrat. Bikos Partnerin und Mutter von zwei gemeinsamen Kindern, Mamphela Ramphele, will heuer bei den Präsidentschaftswahlen antreten.
Links: