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Vorboten der Oscar-Nominierungen

Mit der Verleihung der Golden Globes ist Hollywoods Preissaison in die heiße Phase gegangen. Als hoch gehandelte Favoriten gingen in diesem Jahr das Sklavendrama „12 Years a Slave“ und die Kriminalkomödie „American Hustle" mit sieben Nominierungen als Favoriten ins Rennen. Beide wurden in der jeweiligen Kategorie (Drama“ bzw. Komödie) als bester Film ausgezeichnet, „American Hustle“ konnte mit drei Preisen die meisten Trophäen abräumen.

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Die Golden Globes wurden zum 71. Mal vom Verein der Auslandspresse in Hollywood vergeben. Neben dem Golden Globe für die beste Komödie erhielt auch Amy Adams die Trophäe als beste Komödiendarstellerin und Jennifer Lawrence als beste Nebendarstellerin in „American Hustle“ von „Silver Linings Playbook“-Regisseur David O. Russell. „12 Years a Slave“ setzte sich in der Kategorie „Bestes Drama“ gegen „Captain Philips“, „Gravity“, „Philomena“ und „Rush“ durch.

Der Golden Globe für die beste Regie ging an den Mexikaner Alfonso Cuaron für seinen Science-Fiction-Thriller „Gravity“. Zum besten fremdsprachigen Film wurde „La Grande Bellezza“ („Die große Schönheit“) aus Italien gekürt. „Breaking Bad“ wurde als beste Fernsehserie ausgezeichnet. Als bester Trickfilm wurde der Disney-Film „Frozen“ geehrt.

Cate Blanchett mit Hauptrollen-Globe geehrt

Cate Blanchett erhielt den Golden Globe als beste Schauspielerin für ihre Hauptrolle in dem Woody-Allen-Film „Blue Jasmine“. Die Australierin setzte sich gegen Sandra Bullock durch, die für ihre Rolle in „Gravity“ zu den Favoriten gezählt hatte, sowie gegen Judi Dench („Philomena“), Emma Thompson („Saving Mr. Banks“) und Kate Winslet („Labor Day“). „Das war ein außergewöhnliches Jahr für Frauenrollen“, sagte Blanchett in ihrer Dankesrede.

Schauspielerin Cate Blanchett

Reuters/Lucy Nicholson

Cate Blanchett überzeugte in Woody Allens Film „Blue Jasmin“ die Auslandspresse

Bester männlicher Schauspieler wurde Matthew McConaughey, der für seine Rolle in „Dallas Buyers Club“ geehrt wurde. „Das ist ziemlich unerwartet, aber ich nehme ihn mit Freude an“, sagte er auf der Bühne. McConaughey war gegen Tom Hanks („Captain Philips“) ins Rennen gegangen sowie gegen Chiwetel Ejiofor („12 Years a Slave“), Idris Elba („Mandela: Long Walk to Freedom“) und Robert Redford („All Is Lost“).

DiCaprio überzeugt als „Wolf of Wall Street“

Leonardo DiCaprio bekam den Golden Globe als bester Komödiendarsteller für seine Rolle eines Börsenspekulanten in „The Wolf of Wall Street“ von Martin Scorsese. In der Kategorie „Bester männlicher Nebendarsteller“ machte Jared Leto („Dallas Buyers Club“) das Rennen. Damit ging Daniel Brühl leer aus, der für seine Rolle als Niki Lauda in „Rush“ nominiert war.

Die irische Popgruppe U2 gewann die Trophäe für den besten Song („Ordinary Love“), geschrieben für den Film „Mandela - Der lange Weg zur Freiheit“. Der bereits zum elften Mal nominierte deutsche Starkomponist Hans Zimmer ging in der Kategorie „Beste Filmmusik“ leer aus. Die Auszeichnung ging an Alex Ebert („All Is lost“).

„Breaking Bad“ bekam Preis als beste Serie

In den Fernsehkategorien ausgezeichnet wurden Jacqueline Bisset und Jon Voigt (Nebendarsteller) sowie Elisabeth Moss (Hauptdarstellerin). Bester Fernsehfilm wurde „Behind the Candelabra“. Beste Fernsehserie wurde „Breaking Bad“, die unter anderem die hochgelobte Politserie „House of Cards“ aus dem Rennen schlug. Immerhin heimste „House of Cards“-Fädenzieherin Robin Wright die Trophäe als beste Darstellerin in einer Dramaserie ein.

Bryan Cranston, Anna Gunn, Betsy Brandt, Vince Gilligan, RJ Mitte, und Aaron Paul

AP/Invision/Jordan Strauss

Großer Jubel beim „Breaking Bad“-Team

Die Verleihungszeremonie in Beverly Hills wurde von den Comedy-Stars Tina Fey und Amy Poehler moderiert. Für beide Schauspielerinnen war es bereits der zweite Einsatz bei den Golden Globes, was Fey mit den Worten „So ist Hollywood: Wenn etwas funktioniert, wird es so lange gemacht, bis es jeder hasst“ kommentierte.

Zensurierte Dankesrede von Jacqueline Bisset

Lautes Gelächter erntete auch Thompson bei ihrer Ankündigung der Nominierten für das beste Drehbuch. Sie betrat die Bühne mit einem Martini-Glas in der einen und einem Paar Louboutin-Schuhen in der anderen Hand und gab sich betrunken. Für Erheiterung im Publikum und Verärgerung bei den Organisatoren sorgte hingegen Bisset, die bereits fünfmal nominiert war und nun ihren ersten Golden Globe mit nach Hause nehmen durfte. Während ihrer Rede sorgte die sichtlich überwältigte Schauspielerin für einige Lacher. Worüber, blieb für das Fernsehpublikum nur zu erahnen, wurde die Passage doch von der Regie zensuriert. Erst das letzte Wort einer - mutmaßlichen - Schimpfwortserie erreichte die Zuschauer: „Shit“.

Ähnlich ging es Diane Keaton, die stellvertretend für Woody Allen den Cecil B. DeMille Award für das Lebenswerk entgegennahm und aus deren Rede gleich mehrere Aussprüche zensuriert wurden. US-Medien mutmaßten darüber hinaus, Keaton sei anders als Thompson wirklich betrunken gewesen - warum sonst hätte sie mitten in der Rede das Pfadfinderlied „Make New Friends“ anstimmen sollen, so etwa das Blog Gawker.

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