Muslimbrüder rufen Internationalen Strafgerichtshof an
Sechs Monate nach dem Sturz von Ägyptens islamistischem Staatschef Mohammed Mursi hat sich die Muslimbruderschaft, der er entstammt, an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gewandt.
Ziel seien Ermittlungen wegen Menschenrechtsverletzungen durch das Militär, teilten Anwälte der Partei Freiheit und Gerechtigkeit, die der Muslimbruderschaft nahesteht, gestern in London mit.
Die Beschwerde sei im Namen Mursis eingereicht worden, der zugleich zugesichert habe, Entscheidungen des Gerichts anzuerkennen.
Mursi war am 3. Juli von der Armee gestürzt worden. Im Dezember erklärte das Militär die Muslimbruderschaft zur „terroristischen Organisation“. Seit Mursis Sturz wurden in Ägypten bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mehr als tausend Menschen getötet und tausende Anhänger der Muslimbrüder festgenommen.