E-Control erhöht Gasnetzgebühren

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Gasnetzgebühren stiegen ab 1. Jänner 2014 aufgrund einer Verordnung der E-Control über alle Kundengruppen gerechnet um durchschnittlich 5,4 Prozent im Vergleich zum heurigen Jahr. Für einen typischen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh steigen die Tarife im Österreichschnitt um 4,2 Prozent, wie die E-Control gestern mitteilte.

Für einen typischen Großkunden mit einem jährlichen Verbrauch von 90 Mio. Kilowattstunden und 8.000 Benützungsstunden erhöht sich der Tarif um 7,2 Prozent.

Geringere Nachfrage

Die Steigerung sei vor allem auf die geringere Gasnachfrage von großen Abnehmern wie Gaskraftwerken zurückzuführen, erläuterte E-Control-Vorstand Martin Graf gegenüber der APA. „Bisher haben Gaskraftwerke 2.500 Betriebsstunden gehabt, jetzt oft weniger als 200.“ Weil die stabilen Netzkosten auf eine geringere Gasmenge aufgeteilt würden, komme es zu einer stärkeren Belastung anderer Kundengruppen, so Graf.

Dem will die E-Control entgegenwirken, indem ein neuer Tagesleistungspreis als leistungsabhängige Komponente des Netztarifs eingeführt wird. Bisher sei dafür ein Monatswert herangezogen worden. „Wenn man einmal im Monat eine Spitze gehabt hat, hat man diese Spitze für den ganzen Monat bezahlt“, so Graf. Durch den Tagesleistungspreis sollen Gaskraftwerke künftig flexibler agieren können, wodurch es für sie in Summe auch billiger werden soll.