Pestausbruch auf Madagaskar mit über 20 Toten
Bei einer Pestepidemie im abgelegenen Norden der Tropeninsel Madagaskar sind in den vergangenen Tagen über 20 Menschen gestorben. Seit September seien insgesamt 36 Menschen in vier verschiedenen Bezirken an der Infektionskrankheit gestorben, hieß es vom Gesundheitsministeriums.
Wegen unangemessener Behandlung und später Erkennung der Krankheit habe sich die zunächst in der Region vorherrschende Beulenpest in die tückischere Lungenpest gewandelt, hieß es weiter. Der Erreger, das Bakterium Yersinia pestis, kann bei einer Beulenpest über die Blutbahn in die Lunge geraten.
Seit Jahren kommt es immer wieder zu Pestausbrüchen in dem bitterarmen Inselstaat. Die Pest wird von Rattenflöhen auf den Menschen übertragen. Gerade in der Regenzeit zwischen November und April flüchten unzählige Nager in die Dörfer und Städte Madagaskars.