Jazzgitarrist Jim Hall 83-jährig gestorben

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Der US-Jazzgitarrist Jim Hall ist im Alter von 83 Jahren in seinem Apartment in New York gestorben. Er sei nach kurzer Krankheit im Schlaf gestorben, teilte seine Witwe mit. Er sei „von jedem, der ihn je getroffen hat, geliebt worden“. Jazzgrößen wie Saxofonist Sonny Rollins und Gitarrenkollege Pat Metheny würdigten Halls Verdienste.

Hall wird die Neuerfindung des Gitarrespielens im Jazz in den 50er und 60er Jahren zugeschrieben. Mit einem damals neuen, sparsamen und lyrischen Zugang beeinflusste er Generationen von Musikern auch abseits der Gitarre. Hall sagte von sich selbst immer, er sehe sich als „Komponist, der zufällig Gitarre spielt.“

Bahnbrechende Einspielungen

Nach seinem Musikstudium ließ sich der in Buffalo (New York) geborene Jazzer Mitte der 50er Jahre an der US-Westküste nieder, wo er als Mitglied des Chico-Hamilton-Quintetts bekanntwurde; in Los Angeles studierte Hall außerdem klassische Gitarre. Seit 1956 gehörte er zum Trio von Jimmy Giuffres, trat mit Ella Fitzgerald, Bill Evans und Paul Desmond auf sowie im Duo mit Saxofonist Lee Konitz.

Mit Sonny Rollins spielte er zu Beginn der 60er Jahre die aufsehenerregenden Alben „The Bridge“ und „What’s New“ ein, bevor er eine Reihe eigener Trios gründete. Dabei waren hochkarätige Musiker wie der Bassist Ron Carter, der Pianist Tommy Flanagan und der Schlagzeuger Larry Bunker.

Wegen privater Probleme machte sich Hall Mitte der 60er Jahre für einige Jahre auf der Bühne rar. Zu Beginn der 70er kehrte er jedoch auf die Bühnen zurück, wo er seither rund um die Welt ein musikalischer Fixstern blieb.