NSA überwachte gezielt Surfen auf Pornoseiten
Der US-Nachrichtendienst NSA hat bei mindestens sechs möglichen „Verdächtigen“ das Surfverhalten gezielt darauf untersucht, ob und welche Pornoseiten diese abriefen. Das Onlineportal Huffington Post zitiert aus einem internen NSA-Dokument vom Oktober des Vorjahres.
Darin heißt es, dass „die Autorität von Radikalisierern besonders verwundbar zu sein scheint, wenn ihr privates und öffentliches Verhalten nicht übereinstimmen“.
Alle sechs Überwachten sind Muslime, und keiner von ihnen wurde als Verdächtiger eines Attentats identifiziert, sie stehen aber im Verdacht die Einstellung anderer Muslime zu radikalisieren. Alle sechs sollen sich außerhalb der USA aufhalten, einer könnte allerdings US-Bürger sein oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben.
NSA: Keine Überraschung
Auch die Kontakte jener sechs Personen, die von der NSA überwacht wurden, wurden überprüft. Zweien wirft die NSA vor, Propaganda für Al-Kaida zu betreiben. Zugleich wird festgehalten, dass die drei englischsprachigen Überprüften „minimale terroristische Kontakte“ hatten.
Diese NSA-Aktivitäten werfen erneut die Frage auf, was der US-Geheimdienst noch alles an Informationen gesammelt hat und sammelt. Die NSA selbst betonte gegenüber der Huffington Post lediglich, es könne nicht überraschen, dass die NSA die gesetzlich erlaubten Überwachungsmöglichkeiten ausnütze.