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Klug verteidigt fallweise Kooperation

Die Bedeutung der heimischen Nachrichtendienste für die Sicherheit Österreichs haben Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Mittwoch im Nationalrat unterstrichen. Zur US-amerikanischen NSA ging Klug deutlich auf Distanz, verteidigte aber die fallweise Kooperation. Der Opposition war das bei weitem nicht genug.

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Die beiden Heeresdienste und auch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) seien im Stillen tätig, und „gerade wenn alles gut läuft, gibt es weder Lob noch Lorbeeren“, sagte Klug. Sie alle würden aber strengstens kontrolliert, und dass das Heeresnachrichtenamt (HNA) eine Filiale der NSA sei, sei schlicht eine wahrheitswidrige Anschüttung, beteuerte er.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ)

APA/Roland Schlager

Die Minister Johanna Mikl-Leitner und Gerald Klug auf der Regierungsbank

„Keine Bespitzelung der Österreicher durch HNA“

„Ein Bespitzeln der Österreicher durch das HNA ist keineswegs vorgesehen, nicht möglich und findet auch nicht statt“, so der Verteidigungsminister. „Wir schöpfen nicht ab, wir hängen nicht an Glasfaserkabeln“, auch eine nachrichtendienstliche Maschinerie wie „Prism“ und „Tempora“ existiere in Österreich nicht. Klugs Folgerung daraus: „Daten, die wir nicht haben, können wir auch nicht an ausländische Nachrichtendienste weitergeben.“

Natürlich brauche es aber eine Antwort auf Angriffe auf die Daten und die Privatsphäre der Bürger, betonte Klug ebenso wie Mikl-Leitner. Beide sahen dafür vor allem die EU berufen. Die Innenministerin sprach sich für die Schaffung eines gemeinsamen Datenraums (samt E-Mail-Infrastruktur und Verschlüsselungssystem) sowie für die Förderung der digitalen Wirtschaft aus. „Dann laufen wir nicht Gefahr, unsere Alarmanlagen bei einem potenziellen Einbrecher zu kaufen.“

Pilz: Nationalrat belogen

FPÖ-Klubobmann Heinz-Christian Strache gab sich indes kritisch ob der Beteuerungen von Mikl-Leitner und Klug. Es sei evident, dass es eine diskrete Kooperation mit der NSA gebe. Das gefährde den Neutralitätsstatus Österreichs und sei abzulehnen und abzustellen.

Der Grüne Peter Pilz sprach von Geheimverträgen des HNA mit der NSA. „Sie haben den Nationalrat in offener und öffentlicher Sitzung belogen“, warf er den beiden Regierungsmitgliedern vor und handelte sich damit einen Ordnungsruf ein. Georg Vetter vom Team Stronach (TS) forderte eine Lösung nicht durch Strafanzeigen, sondern auf internationalem Weg. NEOS-Klubobmann Matthias Strolz konstatierte Tatenlosigkeit und forderte von der Regierung Mut.

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