Brüssel für 21,6 Mio Euro Hilfe nach Hochwasser

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die EU-Kommission schlägt eine Finanzhilfe für Österreich nach den Hochwasserschäden in Höhe von 21,6 Millionen Euro vor. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn sagte heute in Brüssel, der als Finanzhilfe vorgeschlagene Betrag werde die betroffenen Staaten in die Lage versetzen, sich zu erholen und den Bürgern in den in Mitleidenschaft gezogenen Regionen normale Lebensbedingungen bieten. Neben Österreich erhalten auch Deutschland und Tschechien Unterstützungsgelder.

Parlament und Rat müssen noch zustimmen

Die im Rahmen des Europäischen Solidaritätsfonds bereitzustellenden Gelder müssen noch vom EU-Parlament und den Staaten gebilligt werden. Hahn betonte, mit der Entscheidung stelle Europa unter Beweis, dass es Ländern und Regionen helfen kann, nach einer Naturkatastrophe wieder auf die Beine zu kommen.

Im Mai und Juni 2013 waren weite Teile Mitteleuropas von extremem Hochwasser betroffen. Häuser und Infrastruktur wurden zerstört, Dienstleistungen beeinträchtigt. Obwohl die Überschwemmungen gravierender und ausgedehnter waren als bei der Flut 2002, waren die Schäden insgesamt geringer, vor allem in Österreich und Tschechien. Das war auch wegen der nach 2002 eingeführten Hochwasserschutz- und Risikokontrollmaßnahmen zu verdanken.

Den Antrag Österreichs hatte die Kommission am 6. August erhalten. Die österreichischen Behörden schätzen den direkten Gesamtschaden auf 866 Millionen Euro.