Icahn hält zwei Milliarden Dollar Anteil
Der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Großinvestor Carl Icahn sorgt mit seinem Apple-Engagement für Wirbel bei dem iPhone-Hersteller. Er habe Apple-Chef Tim Cook mit Nachdruck auf ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 150 Milliarden Dollar gedrängt, teilte Icahn am Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.
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Er habe mit Cook vereinbart, das Gespräch in etwa drei Wochen fortzusetzen. An dem mehr als dreistündigen Treffen am Montagabend habe auch Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer teilgenommen, erklärte Icahn und fügte hinzu, dass er selbst Apple-Aktien im Volumen von zwei Milliarden Dollar besitze.
„Auf 150-Milliarden-Rückkauf gedrängt“
„Hatte vergangene Nacht ein nettes Abendessen mit Tim Cook“, schrieb der Wall-Street-Investor am Dienstag auf Twitter. „Wir haben auf einen 150-Milliarden-Rückkauf gedrängt.“ Umgerechnet sind das etwa 111 Milliarden Euro. Icahn hatte Mitte August verkündet, dass er groß bei Apple eingestiegen sei. Der 77-Jährige ist berühmt dafür, Firmen mit aggressiven Kampagnen höhere Ausschüttungen abzuringen. Durch einen Aktienrückkauf steigt üblicherweise der Kurs.
Aktie sprang um sieben Prozent nach oben
Die Apple-Aktie war nach der Nachricht von Icahns Einstieg um sieben Prozent nach oben gesprungen. Nach dem neuen Tweet legte sie um zwei Prozent zu. Dabei wurden keine konkreten Ergebnisse des Treffens bekannt. „Wir haben entschieden, unsere Unterhaltung in etwa drei Wochen fortzusetzen“, erklärte Icahn auf Twitter.
Im Gespräch mit dem US-Fernsehsender CNBC wurde Icahn etwas konkreter. Er deutete an, dass sich der Apple-Verwaltungsrat gegen eine Aufstockung des Rückkaufs sperre. Das Gespräch mit Cook sei an dieser Stelle etwas „holprig“ geworden. Icahn ließ dagegen offen, wie Cook selbst zu dem Thema steht. Der Investor versicherte aber zum Abendessen: „Ich habe es genossen.“ Was es gab, wollte er nicht verraten.
Icahn fordert eine Aufstockung
Investoren schielen schon lange auf Apples Geldberg, der bis Ende Juni auf 146,6 Milliarden Dollar angewachsen war (108 Mrd. Euro). Konzernchef Cook kam ihnen im Gegensatz zu seinem Vorgänger Steve Jobs entgegen: Apple will bis 2015 rund 100 Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausschütten, und zwar über Dividenden und einen Aktienrückkauf. Icahn fordert nun eine Aufstockung.
„Das ist eigentlich keine Frage.“ Denn Apple könne sich günstig Geld leihen. Das hatte der Konzern bereits gemacht, um nicht an seine im Ausland liegenden Reserven gehen zu müssen. Denn darauf würden bei der Überweisung in die USA Steuern fällig.
„Wir haben zwei Milliarden Dollar im Unternehmen stecken“, sagte Icahn im Interview und beendete damit Spekulationen über die Höhe seines Anteils. Das ist demnach nicht einmal ein Prozent. Er habe in den vergangenen Wochen weiter zugekauft, sagte Icahn. Er habe lange keine Aktie mehr gesehen, „die so billig war“. Apple-Papiere liegen bei 488 Dollar und damit rund ein Drittel unter ihrem Höchststand vom September 2012.
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