Serie von Erdbeben in Spanien bei unterirdischem Erdgaslager

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Eine Serie von Erdbeben an der spanischen Mittelmeer-Küste in der Nähe eines unterirdischen Erdgaslagers hat die Bewohner des betroffenen Gebiets in Besorgnis versetzt. Nach Angaben des Nationalen Geografie-Instituts (IGN) wurden in der Umgebung von Vinaros in der Provinz Castellon allein gestern mehr als 20 Beben registriert. Eines davon erreichte eine Stärke von 4,2.

Mehr als 200 Beben registriert

In dieser Gegend entsteht etwa 20 Kilometer vor der Küste in einer ehemaligen Erdöllagerstätte für eine Investition von 1,2 Milliarden Euro das größte unterirdische Erdgaslager Spaniens. In den vergangenen Wochen waren in diesem Gebiet mehr als 200 schwächere Beben registriert worden. In der vorigen Woche ordnete das Industrieministerium an, das Einpumpen von Erdgas vorerst zu stoppen. Die Regierung der Region Valencia warnte vor der Gefahr weiterer Erdbeben.

Experte: Lage nicht unter Kontrolle

Der Geograf Jonathan Gomez Cantero sagte der Nachrichtenagentur Efe, die Situation sei nicht unter Kontrolle. Ein schweres Erdbeben sei jedoch auszuschließen. Die Küstenregion gilt eigentlich nicht als ein erdbebengefährdetes Gebiet. Das mit dem Projekt beauftragte Bauunternehmen Escal UGS betonte, Gutachten hätten bei dem Vorhaben jegliche Erdbebenrisiken ausgeschlossen.