Selbstmord nach Internetmobbing
Nach dem Tod eines 14-jährigen Mädchens in Zusammenhang mit Onlinemobbing hat der britische Premierminister David Cameron den Boykott einschlägiger Websites gefordert. „Als Eltern und Internetnutzer können wir alle entscheiden, solche abscheulichen Seiten nicht zu nutzen“, sagte Cameron am Donnerstag dem Fernsehsender Sky News.
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Die junge Britin Hannah Smith hatte sich vergangene Woche erhängt, nachdem sie auf der Website Ask.fm wüst beleidigt worden war. Die Betreiber der Seite nannten den Selbstmord des Mädchens eine „Tragödie“ und sicherten zu, die Ermittlungen der Polizei zu unterstützen. Alle Nutzer und ihre Eltern seien aufgefordert worden, jegliche Form von Mobbing zu melden.
In Lettland beheimatetes Portal
Die vor allem bei Jugendlichen beliebte Seite verfügt über eine Frage-Antwort-Funktion, mittels derer Nutzer Nachrichten senden können, ohne dass ihre Identität preisgegeben wird. Die 2010 gegründete und in Lettland beheimatete Seite Ask.fm hat täglich mehr als 13 Millionen Nutzer.
Cameron appelliert an Betreiber
Cameron forderte die Betreiber von Internetportalen dazu auf, mehr gegen Mobbing auf ihren Seiten zu unternehmen. Das Thema Internetmobbing ist derzeit großes Thema in Großbritannien, nachdem mehrere Frauen über den Kurznachrichtendienst Twitter Mord- und Vergewaltigungsdrohungen erhalten hatten.
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